Queere Fantasy zum Versinken

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
lisilotte Avatar

Von

Ursprünglich wollte ich das Buch lesen, weil ich ein Fan von Schwanensee und generell von Neuerzählungen von "alten" Geschichten bin. Letztendlich war dieses Buch so viel mehr, was allein schon dadurch erreicht wird, dass die Geschichte aus Odiles Perspektive erzählt wird. Ihre Motive sind sehr nachvollziehbar, auch wenn diese teilweise Menschen schaden, was Odile zu einer interessanten Hauptfigur macht. Auch die anderen Charaktere (Aimé als Kronprinz, Marie als Schwanenprinzessin und Damien als Wache) sind interessant geschrieben und sind nicht nur da, um Odiles Geschichte weiterzubringen, sondern haben ihre eigenen Interessen und machen ihre eigenen Fehler. Besonders die Kapitel mit Odile und Marie fand ich gut, ich habe die ganze Zeit mitgefiebert, wie es mit den beiden weitergeht.
Mein einziger Knackpunkt ist, dass das Ende sehr abrupt war. Nachdem "das Böse" besiegt war, waren gefühlt noch 3 Handlungsstränge offen, die dann in einem Epilog schnell abgehandelt wurden. Hier hätte ich mir mehr gewünscht.