Viel Potential, wenig Sogwirkung
Die Ideen des Romans sind interessant, doch die Umsetzung zieht sich stellenweise sehr in die Länge. Man merkt deutlich, dass es sich um einen Debütroman handelt. Vieles wirkt gewollt, manches dadurch überfrachtet oder zu stark ausgeschmückt, sodass unterwegs immer wieder Spannung verloren geht. Zudem hatte ich mir inhaltlich etwas anderes erhofft, insbesondere einen stärkeren Fokus auf Geister statt auf Krieg. Im Zentrum steht Nizzara, die für ihren tyrannischen Vater die kalte und beherrschte Kriegerin spielt, innerlich jedoch barmherzig ist und dem eisernen Palast nur zu gerne entfliehen würde. Dagen, ein sogenannter Deathwalker, soll ihre reine Seele stehlen, um selbst frei zu werden. Daraufhin beobachtet er sie zunächst lange, beginnt mit ihr zu sprechen, und so verläuft ihre erste Begegnung eher sanft als dramatisch.
Allgemein wird man wie durch einen Strudel aus kleineren und größeren Ereignissen in eine Welt gezogen, in der Vertrauen Mangelware ist. Der Fokus liegt stark auf dem bloßen Erhalt der eigenen Person, denn jeder falsche Schritt kann buchstäblich den Kopf kosten. Zuneigung zeigt sich in kleinen Momenten und vermehrt durch Gesten. Das gefiel. Die langsame Annäherung der Figuren und der Umstand, dass die Beziehung nicht sofort von null auf Liebe springt, haben mir ebenfalls gefallen. Dennoch empfand ich Daggen und Nizarra als Hauptfiguren nicht als interessant genug, um dauerhaft zu fesseln.
Das Buch weist einige deutliche Längen auf, und dranzubleiben wurde stellenweise fast zu einer Ausdauerprobe. Zwar wird man zwischendurch belohnt, doch es dauert zu lange, bis die Handlung eine Dynamik entwickelt, die einen wirklich nicht mehr loslässt. Meistens fiel es mir leicht, das Buch zur Seite zu legen, ohne groß weiter darüber nachzudenken. Was bei mir eher selten vorkommt.
Sprachlich ist der Roman gut geschrieben, emotional gepackt hat er mich jedoch nicht. Worldbuilding und Magiesystem sind zwar durchdacht, trafen in den Details aber schlicht nicht meinen Geschmack. Das betrifft sowohl die Beschreibungen als auch die Art, wie die Magie eingesetzt wird. Jeder scheint eine sogenannte Vessel zu besitzen, an die Geister gebunden und im Kampf genutzt werden, wobei sich die Magie häufig in Form von energetischen Kugeln äußert. Auch Nizarras persönlicher Konflikt konnte mich nicht vollständig überzeugen. Sie soll auf Befehl ihres Vaters heiraten, will das jedoch nicht und sehnt sich nach Freiheit. Obwohl sie weiß, was sie nicht will und auch dafür kämpft, bleibt sie ihrem Vater gegenüber oft sehr passiv. Das ist angesichts seines unberechenbaren Charakters nachvollziehbar, dennoch fehlte mir eine klarere Positionierung und Entwicklung ihrer Figur.
Insgesamt bin ich sehr unsicher, ob ich den zweiten Teil lesen werde. Zeitweise hatte ich beim Lesen kaum Freude und fühlte mich eher, als müsste ich mich durchkämpfen. Dabei sind einige gute Ideen vorhanden, für meinen persönlichen Geschmack jedoch nicht stimmig umgesetzt.
Allgemein wird man wie durch einen Strudel aus kleineren und größeren Ereignissen in eine Welt gezogen, in der Vertrauen Mangelware ist. Der Fokus liegt stark auf dem bloßen Erhalt der eigenen Person, denn jeder falsche Schritt kann buchstäblich den Kopf kosten. Zuneigung zeigt sich in kleinen Momenten und vermehrt durch Gesten. Das gefiel. Die langsame Annäherung der Figuren und der Umstand, dass die Beziehung nicht sofort von null auf Liebe springt, haben mir ebenfalls gefallen. Dennoch empfand ich Daggen und Nizarra als Hauptfiguren nicht als interessant genug, um dauerhaft zu fesseln.
Das Buch weist einige deutliche Längen auf, und dranzubleiben wurde stellenweise fast zu einer Ausdauerprobe. Zwar wird man zwischendurch belohnt, doch es dauert zu lange, bis die Handlung eine Dynamik entwickelt, die einen wirklich nicht mehr loslässt. Meistens fiel es mir leicht, das Buch zur Seite zu legen, ohne groß weiter darüber nachzudenken. Was bei mir eher selten vorkommt.
Sprachlich ist der Roman gut geschrieben, emotional gepackt hat er mich jedoch nicht. Worldbuilding und Magiesystem sind zwar durchdacht, trafen in den Details aber schlicht nicht meinen Geschmack. Das betrifft sowohl die Beschreibungen als auch die Art, wie die Magie eingesetzt wird. Jeder scheint eine sogenannte Vessel zu besitzen, an die Geister gebunden und im Kampf genutzt werden, wobei sich die Magie häufig in Form von energetischen Kugeln äußert. Auch Nizarras persönlicher Konflikt konnte mich nicht vollständig überzeugen. Sie soll auf Befehl ihres Vaters heiraten, will das jedoch nicht und sehnt sich nach Freiheit. Obwohl sie weiß, was sie nicht will und auch dafür kämpft, bleibt sie ihrem Vater gegenüber oft sehr passiv. Das ist angesichts seines unberechenbaren Charakters nachvollziehbar, dennoch fehlte mir eine klarere Positionierung und Entwicklung ihrer Figur.
Insgesamt bin ich sehr unsicher, ob ich den zweiten Teil lesen werde. Zeitweise hatte ich beim Lesen kaum Freude und fühlte mich eher, als müsste ich mich durchkämpfen. Dabei sind einige gute Ideen vorhanden, für meinen persönlichen Geschmack jedoch nicht stimmig umgesetzt.