Wichtiges Thema, mir zu oberflächlich aufgearbeitet
Aus eigener Erfahrung in der Familie weiß ich bestens um die Sensibilität bei diesem Thema. Ein unerfüllter Kinderwunsch kann einen emotional in die Knie zwingen und seelisch zerbrechen. Es ist gut und wichtig, darüber zu reden, sich auszutauschen mit Gleichgesinnten und sich gegenseitig Mut zuzusprechen. Die Autorin Jessica Roch hat das "Wunder" erlebt und wurde endlich schwanger, nach vielen enttäuschenden Fehlversuchen. Wenn sie ihre eigenen Erfahrungen mitgeteilt hätte in ihrem Buch "Vielleicht geschieht morgen ein Wunder" , oder die eines "Ottonormalverbrauchers", wäre das für mein Empfinden deutlich glaubhafter herüberkommen. Die Buchautorin hat sich stattdessen entschlossen, mit Anni und Max hier ein mustergültiges, vom Leben erfolgsverwöhntes Jetset-Paar als Protagonisten auszuwählen. Das entspricht einfach nicht der Mehrheit der Bevölkerung und finde ich schlichtweg realitätsfern und alleine aus diesem Grunde wollte ich die Leseprobe schon abbrechen. Ich tat es nicht. Die Verfasserin legt dann aber noch eine Schippe drauf, das Paar hat auch noch einen Hund aus dem Tierheim geholt, verdienen als erfolgreiche Unternehmensberater und Creative Director überdurchschnittlich gut, machen kostspielige Urlaube auf Hawai und Bali und meinen dann nach gerade einmal einem halben Jahr ohne Verhütung, die Welt breche zusammen, weil die Schwangerschaftstests immer noch negativ bleiben.
Getoppt wird das Ganze dann noch mit "Taylor-Töpfern", begleitet von Musik dieser Sängerin. Das wirkte auf mich insgesamt zu künstlichund an der Realität vorbeigeschrieben. Dieses Buch wird mit Sicherheit eine gewisse Zielgruppe ansprechen, für mich geht aber die Zielsetzung, so gut sie gemeint war, aus den Augen verloren, wenn so viele oberflächliche Nebensächlichkeiten in die Geschichte gehoben werden, die kein Mensch braucht. Geht es in der Sache nämlich um ein sehr sensibles und emotionales Thema, das nicht nur hippe, junge vom Leben verwöhnte Paare betrifft. So hätte ich mir vielleicht auch ein anderes Cover gewünscht...dieses hier zeigt ja eine gertenschlanke, sehr junge Frau...mmh.
Getoppt wird das Ganze dann noch mit "Taylor-Töpfern", begleitet von Musik dieser Sängerin. Das wirkte auf mich insgesamt zu künstlichund an der Realität vorbeigeschrieben. Dieses Buch wird mit Sicherheit eine gewisse Zielgruppe ansprechen, für mich geht aber die Zielsetzung, so gut sie gemeint war, aus den Augen verloren, wenn so viele oberflächliche Nebensächlichkeiten in die Geschichte gehoben werden, die kein Mensch braucht. Geht es in der Sache nämlich um ein sehr sensibles und emotionales Thema, das nicht nur hippe, junge vom Leben verwöhnte Paare betrifft. So hätte ich mir vielleicht auch ein anderes Cover gewünscht...dieses hier zeigt ja eine gertenschlanke, sehr junge Frau...mmh.