"The Waiting Room" oder auch: raus aus der Tabuzone
"Vielleicht geschieht Morgen ein Wunder" schafft es, das Wartezimmer in dem Menschen, die gerne ein Kind bekommen würden sitzen, Worte der Sprachlosigkeit weichen. Mich hat das Buch sehr berührt. Als selbst von Endometriose betroffene Person, die bereits eine Sanierung über Lapraskopie erlebt hat, kenne ich die Ängste und die Frage, wie lange man sich "warten" eigentlich noch leisten kann.
Die Geschichte nimmt uns vordergründig mit auf Annis und Max Reise, die leider sehr holprig ist und voller Stolpersteine steckt. Der Autorin gelingt es dabei meistens, medizinisches Fachwissen organisch in die Geschichte einzubetten. Vieles wusste ich schon, habe aber doch einiges dazugelernt. Viel eindrücklicher fand ich aber, wie sensibel es der Autorin gelungen ist, die Emotionen und die Beziehungsentwicklungen zwischen Anni und ihrem Partner Max, aber auch zwischen Anni und Kolleginnen und Freundinnen aufzuzeigen. Die Belastungen für die Beziehung, das Auf und Ab der Hormone, die Enttäuschung, wenn es (mal wieder) nicht geklappt hat und die Fassungslosigkeit, wenn man lieb gewonnenes verliert. Insbesondere in der zweiten Hälfte sind mir oft die Tränen über das Gesicht geflossen und ich würde mir allein für diese anschauliche Beschreibung wünschen, dass auch ganz viele nicht Betroffene dieses Buch lesen, damit ein kollektives Verständnis geschaffen werden kann.
Toll fand ich, dass durch die Einbindung anderer Frauen auch noch andere Perspektiven auf das Thema (unerfüllter) Kinderwunsch aufgegriffen wurden, sodass sich sicherlich auch verschiedenste Leser:innen in diesem Roman an der ein oder anderen Stelle wiederfinden können. Eine ganz große Empfehlung!
Die Geschichte nimmt uns vordergründig mit auf Annis und Max Reise, die leider sehr holprig ist und voller Stolpersteine steckt. Der Autorin gelingt es dabei meistens, medizinisches Fachwissen organisch in die Geschichte einzubetten. Vieles wusste ich schon, habe aber doch einiges dazugelernt. Viel eindrücklicher fand ich aber, wie sensibel es der Autorin gelungen ist, die Emotionen und die Beziehungsentwicklungen zwischen Anni und ihrem Partner Max, aber auch zwischen Anni und Kolleginnen und Freundinnen aufzuzeigen. Die Belastungen für die Beziehung, das Auf und Ab der Hormone, die Enttäuschung, wenn es (mal wieder) nicht geklappt hat und die Fassungslosigkeit, wenn man lieb gewonnenes verliert. Insbesondere in der zweiten Hälfte sind mir oft die Tränen über das Gesicht geflossen und ich würde mir allein für diese anschauliche Beschreibung wünschen, dass auch ganz viele nicht Betroffene dieses Buch lesen, damit ein kollektives Verständnis geschaffen werden kann.
Toll fand ich, dass durch die Einbindung anderer Frauen auch noch andere Perspektiven auf das Thema (unerfüllter) Kinderwunsch aufgegriffen wurden, sodass sich sicherlich auch verschiedenste Leser:innen in diesem Roman an der ein oder anderen Stelle wiederfinden können. Eine ganz große Empfehlung!