Familiäre Geheimnisse, politische Spannungen und soziale Gegensätze verweben sich zu einer konstanten, leisen Spannung
"Villa Rivolta" von Daniel Speck zieht einen schon mit der Leseprobe unmittelbar ins Italien der späten 1970er-Jahre. Die Atmosphäre ist dicht, lebendig und authentisch. Ruhig, aber intensiv erzählt Speck aus der Perspektive des 14-jährigen Toninio von Familie, Loyalität und einem Ereignis, das alles ins Wanken bringt: der Fund einer versteckten Pistole. Familiäre Geheimnisse, politische Spannungen und soziale Gegensätze verweben sich zu einer konstanten, leisen Spannung. Die Figuren wirken authentisch, die Dialoge lebhaft, der Stil literarisch und gut lesbar. Auch das auffällige Cover unterstreicht die besondere Stimmung des Romans.