Das Leben mit seinen Ecken und Kanten
Ein umfangreiches Sittengemälde verbunden mit der Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Eingebunden in ein gesellschaftliches Korsett wird die Heldin Valeria mit sich selbst, der Gesellschaft, deren Anforderungen an sie sowie den Meinungen/Ratschlägen anderer konfrontiert. In diesem "casino" versucht sie, ihr Leben in den Griff zu bekommen.
Häufig genug prallen ihre Vorstellungen mit der Realität zusammen, da Valeria einen beeindruckenden Willen - zuweilen Sturkopf - hat, kommt sie nicht sehr geschmeidig durchs Leben. Immer wieder zwischen der Welt der Reichen und der Unterschicht hin und her geworfen, gesteht sie sich nicht ein, wo sie gefühlsmäßig zuhause ist. Wie ein roter Faden zieht sich die Freundschaft zu dem Industriellensohn Piero durch ihr Leben. Sein Leben scheint federleicht, nach dem Motto 'was kostet die Welt'. Die Schwierigkeiten in Pieros Leben wirken mehr wie Streiflichter des Unbills, als wirkliche, die Existenz beeinträchtigende Ereignisse.
Hinzu kommen die politischen Wirren der sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts und kommunistisches Gedankengut, dem sich Valeria nicht verschließen kann. Ihr von Deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg erschossener Vater schwebt über dem Ganzen. Ein glühender Partisane, der gegen die Nazis aufbegehrt hatte. Und auch die Mutter ist keine Figur, die als Vorbild taugt. Zu sehr verhaftet im Denken der Vorkriegsjahre, besonders was das Verhalten dienender Personen/Frauen angeht. Unterwürfig und dem Arbeitgeber ergeben. So erkennt Valeria schon in früher Kindheit die Distanz zwischen des gesellschaftlichen Schichten.
Der Autor arbeitet dieses feine Netz an gesellschaftlichen Normen, Aufbegehren der jungen Generation, Abwenden von den Altvorderen und ihren überkommenen Vorstellungen präzise aus. Eingesponnen in banalen Alltag erwachsen immer wieder Problemsituationen, die die Grenzen der Protagonisten aufzeigen und ihre Handlungsmöglichkeiten einschränken. Gegen gewisse Zwänge hilft auch das stärkste Aufbegehren nichts.
Wie auch schon in seinen anderen Romanen, entpuppt sich Daniel Speck als Meister der feinsinnigen Erzählung, dem es wunderbar gelingt, seine Helden durchs Leben wandern zu lassen und dabei die Zwänge eines jeden individuell mit dem Geschehen interagieren zu lassen. So ergibt sich ein detailreiches Sittengemälde einer vergangenen Zeit.
Häufig genug prallen ihre Vorstellungen mit der Realität zusammen, da Valeria einen beeindruckenden Willen - zuweilen Sturkopf - hat, kommt sie nicht sehr geschmeidig durchs Leben. Immer wieder zwischen der Welt der Reichen und der Unterschicht hin und her geworfen, gesteht sie sich nicht ein, wo sie gefühlsmäßig zuhause ist. Wie ein roter Faden zieht sich die Freundschaft zu dem Industriellensohn Piero durch ihr Leben. Sein Leben scheint federleicht, nach dem Motto 'was kostet die Welt'. Die Schwierigkeiten in Pieros Leben wirken mehr wie Streiflichter des Unbills, als wirkliche, die Existenz beeinträchtigende Ereignisse.
Hinzu kommen die politischen Wirren der sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts und kommunistisches Gedankengut, dem sich Valeria nicht verschließen kann. Ihr von Deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg erschossener Vater schwebt über dem Ganzen. Ein glühender Partisane, der gegen die Nazis aufbegehrt hatte. Und auch die Mutter ist keine Figur, die als Vorbild taugt. Zu sehr verhaftet im Denken der Vorkriegsjahre, besonders was das Verhalten dienender Personen/Frauen angeht. Unterwürfig und dem Arbeitgeber ergeben. So erkennt Valeria schon in früher Kindheit die Distanz zwischen des gesellschaftlichen Schichten.
Der Autor arbeitet dieses feine Netz an gesellschaftlichen Normen, Aufbegehren der jungen Generation, Abwenden von den Altvorderen und ihren überkommenen Vorstellungen präzise aus. Eingesponnen in banalen Alltag erwachsen immer wieder Problemsituationen, die die Grenzen der Protagonisten aufzeigen und ihre Handlungsmöglichkeiten einschränken. Gegen gewisse Zwänge hilft auch das stärkste Aufbegehren nichts.
Wie auch schon in seinen anderen Romanen, entpuppt sich Daniel Speck als Meister der feinsinnigen Erzählung, dem es wunderbar gelingt, seine Helden durchs Leben wandern zu lassen und dabei die Zwänge eines jeden individuell mit dem Geschehen interagieren zu lassen. So ergibt sich ein detailreiches Sittengemälde einer vergangenen Zeit.