Ein Roman voller Facetten

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nessalie Avatar

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Dies ist mein ersten Buch von Daniel Speck und sicher nicht mein letztes!

Das Cover des Buches hat mich direkt angesprochen, aber der Prolog hat mich gefesselt.

Der Schreibstil war zu Beginn nicht immer einfach. Mit jeder Seite las sich der Roman aber flüssiger und leichter. Zudem ändert sich der Schreibstil je nach Alter der Charaktere und je nach Figur spürbar, was mir sehr gut gefallen hat.

Die Handlung spielt hauptsächlich in den 60er Jahren in Norditalien. Neben der eigentlichen Handlung erfährt man viel über die politische Situation in Italien, Europa und Übersee. Auch wenn ich persönlich keinen Bezug zu dieser Zeit und dem Land habe, hatte ich beim Lesen das Gefühl dort zu sein. Für mich wirken die Figuren, die Umgebung und die Beziehungen der einzelnen Charaktere sehr authentisch.

Der Inhalt des Romans lässt sich (zumindest nach meiner Ansicht) nicht auf ein einziges Thema herunterbrechen. Wie der Klappentext verrät geht es unter anderem um Liebe. Liebe die nicht erreichbar ist, Liebe die nicht oder auf einer anderen Ebene erwidert wird, die Liebe zur Familie, die Liebe zur eigenen Passion und vor allem der Liebe zu sich selbst.

Daneben stehen die Kontraste unterschiedlicher sozialer und ökonomischer Gesellschaftsschichten, gesellschaftliche Normen und Gesetze der 60er Jahre in Italien und das Wirtschaftswachstum.

Ich habe mir viele Stellen im Buch markiert, als Zitate in mein Tagebuch geschrieben oder in meinen Handy gespeichert, um sie nicht zu verlieren. Es steckt viel Wahrheit in den Worten. Bewusst wie unbewusst.

Mich haben vor allem die Darstellung Italiens, die unvollkommene Liebe und Leidenschaft sowie die Gedanken der Protagonistin gefesselt. Ganz nebenbei habe ich meine Vorliebe für Autos vergrößern können.

Einzig am Ende des Buche habe ich mich mit meinen noch offenen Fragen etwas allein gefühlt. So intensiv ich in diese Welt gesogen wurde, so abrupt habe ich sie nach 600 Seiten wieder verlassen müssen.

Das Buch kann ich wärmstens empfehlen.