Ein typischer Daniel Speck :-)

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heidiz Avatar

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Die Villa Rivolta erzählt von zwei Kindern, die in Mailand in einer Villa leben mit einem Garten. Es ist dies der Sohn Piero - sein Vater ist Automobilunternehmer. Und da ist auch Valeria, die Tochter der Hausangestellten. Sie wollen Freunde fürs Leben sein. Wir befinden uns im Italien einer goldenen Ära. Es gibt ein Familiengeheimnis, welches die beiden verbindet. Die kulturelle Revolution ist in vollem Gange - sehr schön wird auch das Dolce Vita, wie man es sich zu dieser Zeit vorstellt in Italien, beschrieben und in den Roman eingebaut. Piero soll die Nachfolge seines Vater antreten im Familienunternehmen und plötzlich ist alles anders - ich möchte nicht verraten, was passiert ...

Ich fühlte mich ebenso wohl im Buch, wie es schon bei "Bella Germania" der Fall war. Die beiden Familiensagas sind super mit Tiefgang und historischem Ambiente geschrieben und auch so zu lesen. In Bella Germania geht es hintergründig und überhaupt um Migration und in Villa Rivolta um eine Liebesgeschichte in unterschiedlichen Klassenstrukturen.

Beides super spannend geschrieben, vom Stil absolut flüssig und spannend lebendig zu lesen. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben.
Sehr gut gemacht, wie die sozialen Verhältnisse damaliger Zeit in Italien und die Strukturen vorhanden waren und gelebt wurden. Topp recherchiert wie ich finde und absolut lesenswert vom literarischen Aspekt und vom Inhalt vom fiktiven Roman ebenso wie von der Einbindung der historischen Fakten.