Eine grandiose Geschichte, leider mit schlechtem Ende.

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puschel1304 Avatar

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Fazit: Eine Geschichte über eine tiefe Freundschaft zweier Personen, die über Jahrzehnte hinweg anhält und mit all ihren Höhen und Tiefen, im malerischen und schönen Italien, beschrieben wird. Ein Buch, welches zum Nachdenken animiert und viele Lebensweisheiten in sich trägt. Piero und Valeria zeigen in ihrer engen Verbundenheit zueinander wie es sich in zwei Klassen lebt und wie die Armen sich von den Reichen unterscheiden und welche Möglichkeiten dem Menschen in welcher Gesellschaft offenstehen und welche eben nicht. Der Autor bringt viele historische Ereignisse und die Entwicklung der Automobilindustrie mit ins Geschehen und erschafft eine dauerhaft spannende Geschichte. Ich würde das Buch tatsächlich jedoch eher ab einem Alter von 30 Jahren empfehlen, denn viele tiefgründige Themen, die hier angesprochen werden, können von der jüngeren Generation meiner Meinung nach noch gar nicht richtig nachvollzogen werden. Insbesondere die Liebe und das Aufopfern zum eigenen Kind, aber auch das Zusammenspiel vom "Mutter sein" und dem zeitgleichen Ansprüchen Geld zu verdienen ist vielleicht eher für Leser geeignet, die sich mit der Thematik identifizieren können. Der Autor hat in meinen Augen die gesellschaftlichen Zwänge und das Aufbegehren der jungen Generation zu dieser Zeit sehr gut herausgearbeitet. Leider konnte mich das Ende nicht überzeugen und lässt unzählige Fragen offen. Unfassbar schade. Dennoch, bis dahin, ein sehr gutes Buch!