Sehr bewegend

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viddl Avatar

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„Villa Rivolta“ hat mich sofort in diese schillernde, widersprüchliche Welt des Italiens der 60er- und 70er-Jahre gezogen. Schon die Ausgangssituation – zwei Kinder aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen, verbunden durch ein Versprechen – hat für mich etwas Zeitloses. Piero, der Unternehmer-Sohn, und Valeria, die Tochter der Hausangestellten, wachsen in derselben Villa auf und doch in zwei verschiedenen Realitäten.

Besonders gefallen hat mir, wie Daniel Speck das persönliche Schicksal mit gesellschaftlichen Umbrüchen verwebt. Die Liebesgeschichte wirkt dabei nicht kitschig, sondern tragisch und glaubwürdig – gerade weil sie von Herkunft, Stolz und Loyalität überschattet wird.

Ich mochte die Atmosphäre sehr: dieses italienische Lebensgefühl, das von Leichtigkeit träumt und doch von alten Strukturen geprägt ist. „Villa Rivolta“ ist für mich ein emotionaler, weit gespannter Roman über Freundschaft, Geheimnisse und die Frage, ob man seinem Ursprung wirklich entkommen kann. Ein Buch zum Eintauchen und Mitfühlen.