Unterhaltsam und bewegend

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schmabbi54 Avatar

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Die Familiengeschichte wird auf zwei Zeitenebenen erzählt. Das Buch beginnt 1979 in Mailand. Tonino, der 14jährige Sohn von Valeria findet in einer Grube eine Wehrmachtspistole, die er mit in die Schule nimmt und dort deswegen Schwierigkeiten bekommt. Seine Mutter fährt daraufhin mit ihm zu Piero, einem langjährigen Freund seit Kindertagen und erzählt auf dem Weg dorthin Tonino ihre Lebensgeschichte.

Piero ist der Sohn aus dem Hause Rivolta, einer wohlhabenden Industriellenfamilie. Valerias Mutter arbeitet in der Villa als Hausangestellte. Die beiden Kinder verbringen ihre Zeit zusammen und verlieben sich ineinander. Alles geschieht heimlich, weil sich diese Freundschaft wegen des Standesunterschiedes nicht schickt. Valeria verliebt sich später in den Arbeitersohn Flavio und Piero übernimmt die Firma und gründet eine Familie.

Auf rund 600 Seiten wird hier eine Familiengeschichte beginnend in den 60ger Jahren erzählt. Der Autor hat eine sehr angenehme einfühlsame Schreibweise. Ich hatte zwar gelegentlich leichte Schwierigkeiten zu folgen, weil manche Themen zu langatmig beschrieben wurden. Aber insgesamt gesehen hat mich die Erzählung mitgerissen, so dass ich am Ende traurig war, dass noch einige Fragen offen waren und es auch keinen richtigen Abschluss gab. Vielleicht beabsichtigt der Autor noch eine Fortsetzung des Romans, worüber ich mich sehr freuen würde.

Gerne empfehle ich den Roman weiter und wünsche allen Lesern genauso angenehme Lesestunden, wie ich sie hatte.