Clever verwirrend

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veraegli Avatar

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Schon der Einstieg ins Buch hat mich gekriegt: Ein Trauerredner, der gern puzzelt, eine Steckdose, die gemacht werden soll – und dann passiert etwas, das alles ins Rollen bringt. Ab da wechselt die Geschichte ständig die Perspektive, Ebenen greifen ineinander, und immer wieder legt das Buch neue Teile frei. Ich war zwischendurch kurz verwirrt, aber eher auf die gute Art: zum Schluss ist es dann doch wieder stimmig.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Mischung aus Ernst und Witz. Es geht um Trauer, Familie und Wahrnehmung – und trotzdem hat das Ganze Leichtigkeit. Gleichzeitig bleibt diese Frage im Kopf: Was ist hier echt, und wer erzählt wem gerade was?
Ich konnte zu keinem Zeitpunkt sagen, wohin die Handlung als Nächstes abbiegt. Die Wendungen sind clever, manchmal kurz verwirrend. Für mich war das mal etwas anderes. Eine klare Empfehlung für alle, die smarte Spannung mögen und sich gern überraschen lassen.