Faszinierende Seelenverwandte unter Wasser

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yvonnef Avatar

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Zunächst einmal der optische Eindruck: Das Buch ist ästhetisch, liebevoll und kindgerecht ansprechend gestaltet – und dabei ebenso schön anzusehen für Erwachsene, Vorlesende und Betreuende. Die verschiedenen Walarten sind in ihren unterschiedlichen Ausprägungen anatomisch genau und zugleich mit einer poetischen Anmutung dargestellt - und auf dem Buchcover werden sie schon vorgestellt. Der Titel - "Geheimnis" - weckt Faszination und Neugier.
Auch die Unterwasserwelt ist sehr schön gezeichnet. So wird etwas vom Zauber dieser besonderen Tiere spürbar, mit denen wir Menschen erstaunlich viel gemeinsam haben und mit denen uns so vieles verbindet.

Auch didaktisch überzeugt das Buch auf den ersten Blick: altersgerecht, lebendig, die Aufmerksamkeit einladend und interaktiv angelegt. Es vermittelt Wissen, ohne mit Informationen zu überladen, weckt Neugier und Faszination für diese wunderbaren Geschöpfe und entzündet die Fantasie über das weitgehend verborgene Leben in der Tiefe.

Gerade für Kinder scheint mir dies besonders wertvoll: nicht nur Wissen anzusammeln, sondern den eigenen Forschergeist zu entdecken, genau hinzuschauen, Fragen zu stellen – und dabei Empathie für unsere Mitgeschöpfe und Achtung vor der Natur zu entwickeln.

Dazu passen auch die Anregungen zum eigenen kreativen Gestalten und zum Anlegen eines dokumentierenden Journals. Kinder werden also nicht nur zum Lesen und Staunen eingeladen, sondern auch zum eigenen Beobachten, Entdecken und Forschen.

Schon das Inhaltsverzeichnis macht neugierig auf das, was noch kommt: auf „Muster“ und ökologische Zusammenhänge in der Natur, auf die Lebensräume der Wale und auf spielerische, interaktive Angebote wie ein Quiz. Und schließlich klingt darin auch eine der großen Fragen unserer Gegenwart an: die globale Bedrohung durch die Klimakrise – ohne dass diese den Kindern gleich mit ihrer ganzen Schwere zugemutet werden muss.

Denn Wale werden hier als „echte Klimahelden“ vorgestellt. Damit taucht das Heldentopos auf – auch das scheint mir didaktisch klug gewählt. Kinder brauchen Heldinnen und Helden. Vielleicht brauchen wir sie alle: Wesen und Geschichten, die uns nicht nur zeigen, was bedroht ist, sondern auch etwas Positives und Hoffnungsvolles vermitteln, uns staunen lassen und Verbundenheit wecken.

Wäre ich Erzieherin, Grundschullehrerin oder Mutter von Kindern im Alter von etwa fünf bis neun Jahren: Ich würde dieses Buch kaufen!