gefühlvoll

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momi20 Avatar

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Dieses Buch zeigt eindringlich, was Hass aus Menschen machen kann. Eigentlich sollten alle Menschen gleich sein, egal, welche Hautfarbe, welchen Glauben bzw. welche Religion. Leider ist das nicht so auf der Welt, sonst gäbe es nicht so viele Kriege. Dieses Buch zeigt aber auch die andere Seite, nämlich die große Liebe.

Die Hauptprotagonistin Agnesa verliert bei einem Terroranschlag ihr Gedächtnis und zwar komplett. Sie scheint keine Angehörigen zu haben und der junge Polizist Tamer, der sie einige Male im Krankenhaus besucht, schlägt seiner Familie vor, sie aufzunehmen, obwohl bei dem Anschlag seine Schwester Cherin getötet wurde. Seine Eltern stimmen aber diesem Vorschlag zu. Als Leser erlebt man alles hautnah mit, was Agnesa in den nächsten Monaten erlebt. Ihre Ängste, ihr Gefühlschaos. Mittlerweile hat sie den Namen Warda (die Rose), da sie sich ja nicht an den alten Namen erinnern kann. Agnesa hat ein besonderes Merkmal, sie hat zwei verschiedene Augenfarben (Heterochromie), was selten ist.

Trotz dem großen Schmerz der Familie Al-Bari, die Moslems sind, wird sie sehr herzlich umsorgt und es entwickelt sich zwischen Tamer und ihr eine große Anziehungskraft. Sie sieht der verstorbenen Schwester sogar ähnlich. Als aber nach fast einem Jahr ihre Erinnerungen komplett zurückkommen, erkennt Warda, dass sie das Böse in sich trägt und gerät in einen großen Konflikt. Da sie sich in der Zeit bei den Al-Baris so liebevoll entwickelt hat, kann man es als Leser kaum glauben, dass sie davor ganz anders war.

Die Autorin schreibt mit viel Gefühl und obwohl man als Leser von Anfang an weiß, was Agnesa getan hat, scheint es für sie zwei verschiedene Welten zu geben, in die man gerne beim Lesen mit eintaucht. Im letzten Drittel des Buches steigt die Spannung an und als Leser hofft man auf ein gutes Ende.

Fazit:
Für alle, die große Gefühle mögen, ist dieses Buch äußerst empfehlenswert.