inspirierend

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jannehanne Avatar

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In zwanzig Kapiteln erzählt der Psychotherapeut Sina Haghiri Geschichten aus dem Alltag – über Gesellschaft, Gesundheit und das, was uns als Menschen psychisch bewegt. Die eingeflochtenen persönlichen Geschichten und Begegnungen machen die Kapitel sehr nahbar, und gleichzeitig sind sie mit Fachwissen gespickt, sodass ich als Leserin viele Kapitel mit einem kleinen Aha-Moment abgeschlossen habe.

Besonders mochte ich tatsächlich das Kapitel zum Thema Sterben – mit seinen Fragen rund um Würdezentriertheit hat es mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Es ist selten, dass ein Sachbuch dieses Thema so einfühlsam und gleichzeitig klar behandelt.

Positiv hervorzuheben ist auch, dass das Buch zu keiner Zeit belehrend wirkt – es verhilft vielmehr zu eigenen Einsichten, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Man kann es von vorne bis hinten durchlesen oder sich gezielt einzelne Kapitel heraussuchen, die einen gerade interessieren – beides funktioniert gut.

Natürlich zündet nicht jedes Kapitel gleichermaßen: Manche haben mir neue Erkenntnisse für Herz und Verstand geschenkt, andere haben mich weniger berührt. Insgesamt habe ich das Buch als inspirierend und anregend erlebt – allerdings war es für mich kein Buch, das man in einem Zug liest. Ich konnte es immer nur in kleinen Portionen zu mir nehmen, um die Inhalte wirklich verdauen zu können.

Was die äußere Aufmachung betrifft, hat mich das Buch etwas weniger überzeugt. Das Design ist sehr schlicht gehalten, das Papier wirkt eher „pappig" und hätte gerne hochwertiger sein dürfen. Bei einem Buch, das man naturgemäß mit vielen kleinen Pausen liest, hat mir ein Leseband tatsächlich gefehlt.