interessant, aber keine konkrete Erleichterung für mich

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juliahelene Avatar

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Ich war sehr auf das Buch gespannt, obwohl ich kein konkretes Problem habe, aber allgemein an psychologischen Erkenntnissen interessiert bin. Mit Tätigkeiten wie Streiten, Lügen, Zweifeln … umgehen können, ist ja auch immer gut, wenn man weiß, wie das geht. Außerdem ist es immer besser sich selbst zu informieren, anstatt gleich persönlich zu einer Therapeutin gehen. Schön, dass er so von seinen Kolleg*innen überzeugt ist. Kann ich leider nicht bestätigen, dass Therapeut*innen gut arbeiten. Krass, wenn man sich vorstellt, dass man in einer Therapie bewusst falsche Erinnerungen erzeugen kann.
Ich fand das Buch gut und leicht zu lesen, aber doch sehr oberflächlich. Ich habe für mich mitgenommen, dass es gut ist zu wissen, dass Angst oft erlernt ist, somit auch wieder verlernt werden kann.
Dass man Streit als Bedrohung empfinden kann, wusste ich nicht. Ich dachte, das empfindet jeder so, dass man damit etwas klärt, damit es eben nicht passiert, dass es in einem unterschwellig weiterarbeitet und zu Gereiztheit und Frustration führt.
Die Bedürfnispyramide von Abraham Maslow ist auch immer wieder gut, zu lesen.
Die Abwehrmechanismen beim Kapitel „Lügen“ sind auch interessant.
Auch die „Wohlstandsmelancholie“ war interessant; sich bewusst zu machen, was man alles hat. Finanzielle Stabilität, Freiheit, Wahlmöglichkeiten, Autonomie – ein erfülltes Leben ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Krass für mich, dass Wahlmöglichkeiten eine Last bedeuten können. Ich habe noch nie von „Choice overload“ oder den Begriffen „Maximizer“ und „Satisficer“ gehört.
Ich würde es empfehlen, aber nicht zu viel erwarten. Mein Leben wurde durch das Buch jetzt nicht erleichtert.