Neuanfang mitten im Leben
Der Klappentext vermittelt sofort emotionale Tiefe und persönliche Nähe. Das Cover stelle ich mir elegant, dezent und erwachsen vor – vielleicht mit warmen Farben oder einem symbolischen Motiv, das Selbstfindung und neue Lebenswege andeutet. Es passt zu einer Geschichte über Reflexion, Liebe und Selbstbestimmung in der Lebensmitte.
Der Schreibstil wirkt in der Leseprobe einfühlsam, nuanciert und klar. Wencke Mühleisen setzt offenbar auf psychologische Tiefe statt auf äußere Dramatik, was den inneren Konflikt von Erika besonders authentisch macht. Der Spannungsaufbau entsteht durch die plötzliche Offenbarung des Ehebruchs und die daraus resultierende emotionale Achterbahn, die die Leserin direkt in Erikas Perspektive zieht.
Erika selbst wirkt als Figur glaubwürdig, reflektiert und gleichzeitig verletzlich. Ihr Ringen um Selbstbestimmung und Begehren in der Lebensmitte macht sie sofort sympathisch und lebensnah. Jan erscheint als Auslöser des Konflikts, während die Geschichte vermutlich weitere Figuren einführt, die Erikas Weg beeinflussen.
Ich erwarte eine intensive, lebenskluge Erzählung über Selbstfindung, Lust und die Möglichkeiten eines Neuanfangs, selbst nach langjähriger Ehe. Weiterlesen möchte ich das Buch, weil es verspricht, eine authentische, emotionale und zugleich empowernde Geschichte über Frauen, Liebe und Selbstbestimmung zu erzählen.