Schon nach den ersten Seiten spüre ich eine Vertrautheit, die aus Erfahrung entsteht. Wencke Mühleisen schreibt klug, wach und ohne Scheu vor Ambivalenzen. Nichts wird erklärt, um zu beruhigen – vielmehr wird geöffnet, was lange mitgetragen wurde. Das fühlt sich nicht jung oder alt an, sondern wahr. Ein Buch, das nicht beeindrucken will, sondern begleitet. Und genau deshalb möchte ich weiterlesen.