Beziehungskrise
„Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?“ von Wencke Mühleisen erzählt die Geschichte von Jan und Erika, beide 65 Jahre alt und vor der Frage stehend, wie es nun mit ihrer Ehe weitergeht.
Jan hat nämlich seiner Frau im Italien-Urlaub eröffnet, dass er eine Affäre mit der 15 Jahre jüngeren Marie hat. Obwohl die Beziehung der beiden in den letzten Jahren eher lieblos und eintönig war und das Paar resigniert Seite an Seite lebte, löst dieses Eingeständnis ein großes Gefühlchaos bei Erika aus. Sie verliert sich in Gedankenspiralen rund um ihren Betrug vor 20 Jahren, wirkt verzweifelt, hat Rachegedanken, spürt aber gleichzeig Sehnsucht nach Liebe. Ihre ganze Welt kreist um ihren Mann, sie lässt kaum den Gedanken an einen Neuanfang ohne ihn zu.
Leider fehlt der Geschichte aus meiner Sicht der Perspektivwechsel, trotzt nachvollziehbarer innerer Kämpfe der Protagonistin. Sie dreht sich im Kreis, die Handlung schreit kaum voran. Mich deprimierte diese Stagnation, da das farbenfrohe, optimistisch wirkende Cover das Gegenteil versprach. Erikas Figur wirkte einseitig und unzugänglich. Stellenweise fühlte man auch eine große Distanz zu der Figur, z.B. bei den immer wieder ausufernden und abwertenden Beschreibungen von Marie. Auch das vage, offene Ende war für mich enttäuschend.
Jan hat nämlich seiner Frau im Italien-Urlaub eröffnet, dass er eine Affäre mit der 15 Jahre jüngeren Marie hat. Obwohl die Beziehung der beiden in den letzten Jahren eher lieblos und eintönig war und das Paar resigniert Seite an Seite lebte, löst dieses Eingeständnis ein großes Gefühlchaos bei Erika aus. Sie verliert sich in Gedankenspiralen rund um ihren Betrug vor 20 Jahren, wirkt verzweifelt, hat Rachegedanken, spürt aber gleichzeig Sehnsucht nach Liebe. Ihre ganze Welt kreist um ihren Mann, sie lässt kaum den Gedanken an einen Neuanfang ohne ihn zu.
Leider fehlt der Geschichte aus meiner Sicht der Perspektivwechsel, trotzt nachvollziehbarer innerer Kämpfe der Protagonistin. Sie dreht sich im Kreis, die Handlung schreit kaum voran. Mich deprimierte diese Stagnation, da das farbenfrohe, optimistisch wirkende Cover das Gegenteil versprach. Erikas Figur wirkte einseitig und unzugänglich. Stellenweise fühlte man auch eine große Distanz zu der Figur, z.B. bei den immer wieder ausufernden und abwertenden Beschreibungen von Marie. Auch das vage, offene Ende war für mich enttäuschend.