Loslassen oder Festhalten
In Wencke Mühleisens Roman "Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?" wird die Frage thematisiert, ob es eigentlich irgendwann im Leben zu spät für einen Neuanfang sei.
Eine Frau, Erika, die jenseits der gesellschaftlich "guten Jahre" plötzlich ihr Leben hinterfragt. Nach einem anstrengenden Jahr, verbringt sie einen ruhigen Urlaub mit ihrem Mann Jan. Sie sind seit ihrer Jugend ein Paar, haben einen erwachsenen Sohn und haben sich auseinandergelebt. Trotzdem hofft und sehnt sie nach einer Veränderung. Allerdings erwartet sie eigentlich eine andere Richtung, als die, die das Geständnis ihres Mannes am letzten Abend ihres Urlaubs auslöst.
Der Erzählstil nimmt den Leser mit und trägt durch die Handlung. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Offenheit gegenüber den eigenen Bedürfnissen, die aber zunehmend auch etwas manisch werden. Auch eine Frau über sechzig hat noch körperliche Bedürfnisse und spricht hier sehr deutlich davon. Der Schock der Realität bringt sie ins Schwanken. Das wird hier wahrlich grandios inszeniert. Was bei allen Gefühlausbrüchen und theoretischen Konzepten für mich ein bisschen offen bliebt, ist die Frage der eigenen Ziele und Existenzen. Mir wird im Roman ein bisschen viel nach zurück und zu wenig in die Gegenwart geschaut.
Eine Frau, Erika, die jenseits der gesellschaftlich "guten Jahre" plötzlich ihr Leben hinterfragt. Nach einem anstrengenden Jahr, verbringt sie einen ruhigen Urlaub mit ihrem Mann Jan. Sie sind seit ihrer Jugend ein Paar, haben einen erwachsenen Sohn und haben sich auseinandergelebt. Trotzdem hofft und sehnt sie nach einer Veränderung. Allerdings erwartet sie eigentlich eine andere Richtung, als die, die das Geständnis ihres Mannes am letzten Abend ihres Urlaubs auslöst.
Der Erzählstil nimmt den Leser mit und trägt durch die Handlung. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Offenheit gegenüber den eigenen Bedürfnissen, die aber zunehmend auch etwas manisch werden. Auch eine Frau über sechzig hat noch körperliche Bedürfnisse und spricht hier sehr deutlich davon. Der Schock der Realität bringt sie ins Schwanken. Das wird hier wahrlich grandios inszeniert. Was bei allen Gefühlausbrüchen und theoretischen Konzepten für mich ein bisschen offen bliebt, ist die Frage der eigenen Ziele und Existenzen. Mir wird im Roman ein bisschen viel nach zurück und zu wenig in die Gegenwart geschaut.