Verstörend

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Meine Meinung

Ich hatte mir aufgrund des farbenfrohen Covers und des Klappentextes einen humorvoll-ironischen Roman über das Älterwerden und Neuanfänge erwartet. Was ich dann allerdings zu lesen bekam, entsprach so gar nicht meiner Vorstellung.

Die Ich-Erzählerin verarbeitet in der Geschichte, die recht wenig Handlung aufweist, den Ehebruch ihres Mannes in einer zwar nuancierten und detailreichen Betrachtung, doch folgt dem Ganzen keine Perspektive auf einen Neustart. Der Roman deprimierte mich und ich war erleichtert, als ich die letzte Seite gelesen hatte, wobei ich bis zuletzt auf eine Wendung hoffte.

Was mich an der Erzählung besonders störte, war die derbe, geradezu vulgäre Ausdrucksweise, wenn es um Sexualität ging. Es machte für mich keinen Sinn, diese Abschnitte so grob darzustellen, zumal die Ich-Erzählerin ja das Verlangen nach Sexualität hat und sich ein Leben ohne diese nicht vorstellen möchte.

Insgesamt war dieser Roman für mich eine Enttäuschung und es ist für mich ein Buch, das man zwar lesen kann, aber auch nichts versäumt hat, wenn man es nicht tut.