Comic mit Lerneffekt und viel Luft nach oben.

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annetttaube Avatar

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Da mir die Leseprobe sehr gut gefiel, hatte ich einige Erwartungen an das Buch, welche leider nicht erfüllt wurden. Die vorherigen Bände kenne ich nicht. So habe ich diesbezüglich keinerlei Vergleichsmöglichkeiten.
Der Zeichenstil ist ohne Zweifel sehr professionell. Das Cover mit dem wunderschönen Drachen, auf welchem die Hauptprotagonisten reiten, spricht sehr an.
Nun zum Buchinhalt. Erstmal fehlt mir in der Geschichte etwas "zum festhalten", etwas Niedliches. Warum? Man bedenke es ist ein Buch für Kinder ab 8 Jahren. Da wäre ein*e Sympathieträger*in die/der sich von allen Charakteren abhebt, sehr hilfreich. Der kleine fliegende Roboter erfüllt dieses Kriterium nicht wirklich und die restlichen Hauptprotagonisten wirken leider zu austauschbar. So wollte sich das sogenannte Kopfkino beim Lesen nicht einstellen. Natürlich ist das Buch durchzogen von fundiertem Wissen, ohne Frage, kommt ja nicht von ungefähr aus der "Schmiede" von WAS IST WAS.
Doch für einen Comic für Kinder, kommt hier eindeutig der Spass zu kurz.
Da hilft auch nicht der permanente Streit von Professor Quecksilber und seinem Nachbarn. Das wirkt irgendwie langweilig. Und, so vermute ich, der Streit zieht sich durch alle bisher erschienen Bände.
Das Buch wirkt auf mich, als wäre es fast ausschließlich auf den Lerneffekt aufgebaut. Sei es, dass die Gottheiten erzählen oder in den Infoboxen noch zusätzliche Fakten stehen. Besser wäre gewesen, einen Comic, für jeweils eine Götterfamilie zu entwickeln. So ist es auch einfach zu viel Info in einem verwirrenden Durcheinander.
Fazit: nicht alle Kinder wird das Buch "mitnehmen" können. Dieses Thema an sich ist so komplex, dass es mehr Raum benötigt, als solch einen dünnen Comicband und zwar mehrere Bände, wo sich Spass und Lerneffekt die Waage halten.