Geheimnisvolle Unterwasserwelt

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gabiliest Avatar

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Müssen Sachbücher langweilig sein? Keinesfalls! Die bekannte Reihe “WAS IST WAS” kann schon seit Langem Wissen mit Unterhaltung verbinden. Das trifft besonders auf “Der Schatz der Cenote” zu, das Buch von Forschungstaucher und Unterwasserarchäologen Dr. Florian Huber – genannt Floh – , der hier von seiner spannenden Unterwasserexpedition in Mexiko erzählt. Doch braucht es natürlich auch eine interessante Geschichte, die hat Benjamin Schreuder als Mitautor verfasst. Ines Korth steuert die fantasievollen Illustrationen bei – so wird aus einem reinen Sachbuch ein Wissensbuch mit Wow-Effekt. Das ausdrucksstarke Hardcover zeigt nicht nur Dr. Floh, sondern auch seine Tauch- und Reisepartner, die Kinder Luzie und Frido.

Aber was ist eine Cenote? Noch nie gehört? Dabei handelt es sich um Wasserlöcher im Dschungel Mexikos, die durch das Einstürzen von Kalkstein entstanden sind. In manchen kann man tauchen und baden, viele hängen mit einem Unterwasserhöhlensystem zusammen und in einigen findet man historische Schätze der Mayas. Das ist schon ganz schön abgefahren.

Dr. Floh, sein Tauchbuddy Robbie und die Kinder erforschen eine Cenote, die durch Bauarbeiten für eine Eisenbahnlinie gefährdet ist. Tatsächlich gelingt es, die Höhle zu erkunden. Schätze, die am Grund der Cenote liegen, darf man zwar anschauen und anfassen, aber nicht mit heraufbringen. Natürlich birgt so eine Expedition viele Gefahren und alle müssen sehr vorsichtig sein. In diesem Zusammenhang lernen die Kinder – sowohl Frido und Luzie im Buch, als auch die kleinen Lesenden selbst – Fakten über das Tauchen, den Dschungel und die Umwelt. Im Text eingestreute Fachinformationen und echte Expeditionsfotos machen die Geschichte lehrreich und lebendig.

In kindgerechter Sprache erzählen die Autoren den Ablauf einer tollen Expedition, bei der auch Luzie und Frido die Geheimnisse der Tiefe erkunden. Die Kinder können sich dadurch selbst ein Bild von der Unterwasserarchäologie machen, wobei alles Wissen fast nebenbei – in eigenen Infokästen – erklärt wird. So eignet sich dieses Buch sehr gut zum Vorlesen, aber kleine Forscher, die schon selbst lesen mögen, werden hier viel Spaß haben. Durch die kurzen Kapitel, die bunten Illustrationen und die sehr gelungenen Charaktere der Kinder Luzie und Frido werden sich nicht nur Grundschüler, sondern auch ältere Kinder angesprochen fühlen. Das Buch wird ab acht Jahren empfohlen.

Mein Fazit:

“Der Schatz der Cenote” bietet Wissen mit Witz und Spannung, vermittelt komplexe Themen kindgerecht und macht richtig Lust, selbst mehr über den Tauchsport, den Umweltschutz und archäologische Funde zu erfahren. Aufregende Abenteuer und eine tolle Hauptstory machen dieses Buch für kleine Forscher und Wasserratten zu einem echten Leseerlebnis.