Ein Gesellschaftsporträt der italienischen Gesellschaft von 1934 und der Zwänge und Träume von jungen Frauen darin
Rom 1934, acht verschiedene Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen, Vergangenheit, Geheimnissen und Träumen. Vinca, Augusta, Silvia, Valentina, Anna, Milly, Xenia und Emanuela: Sie alle leben unter Nonnen im Grimaldi-Konvikt, um in Rom, fernab ihrer Heimat und Familien zu studieren, doch so viel sie auf den ersten Blick in ihrer aktuellen Lebenssituation eint, so viel trennt sie auch, wenn man tiefer in die Leben der verschiedenen jungen Frauen blickt.
Mit Was vor uns liegt, beweist Alba de Céspedes einen feinen Blick für Klassenunterschiede, das Verhältnis von Stadt und Land und die Komplexität von Paarbeziehungen sowie den Wunsch nach weiblicher Selbstbestimmung in der italienischen Gesellschaft von 1934. Über die Spanierin Vinca findet außerdem der spanische Bürgerkrieg immer wieder Einzug in die Erzählung.
Besonders gefallen haben mir die Einblicke in die verschiedenen Herkunftsmilieus der jungen Frauen aus den unterschiedlichen italienischen Landesteilen, von Sardinien bis Florenz, und die Darstellung der Differenzen zwischen den sozialen Klassen und ihrer jeweiligen Zwänge insbesondere für Frauen darin. So wird deutlich wie jede Frau von den gesellschaftlichen Normen der gegebenen Zeit eingespannt wird und auf ihre Art versucht ein selbstbestimmtes Leben zu führen, oft gegen die Erwartungen der Eltern und des Herkunftsmilieus.
Insgesamt fand ich den Roman sehr gelungen. Aufgrund der zahlreichen Frauenfiguren, die jede mit ihrer eigenen Geschichte Eingang findet, wird die Erzählung jedoch zunehmend komplex ohne einen Spannungsbogen zu entwickeln. Der Roman wird aus meiner Sicht daher vor allem historisch interessierten Menschen, die sich für authentische Frauenporträts begeistern, Freude bereiten.
Mit Was vor uns liegt, beweist Alba de Céspedes einen feinen Blick für Klassenunterschiede, das Verhältnis von Stadt und Land und die Komplexität von Paarbeziehungen sowie den Wunsch nach weiblicher Selbstbestimmung in der italienischen Gesellschaft von 1934. Über die Spanierin Vinca findet außerdem der spanische Bürgerkrieg immer wieder Einzug in die Erzählung.
Besonders gefallen haben mir die Einblicke in die verschiedenen Herkunftsmilieus der jungen Frauen aus den unterschiedlichen italienischen Landesteilen, von Sardinien bis Florenz, und die Darstellung der Differenzen zwischen den sozialen Klassen und ihrer jeweiligen Zwänge insbesondere für Frauen darin. So wird deutlich wie jede Frau von den gesellschaftlichen Normen der gegebenen Zeit eingespannt wird und auf ihre Art versucht ein selbstbestimmtes Leben zu führen, oft gegen die Erwartungen der Eltern und des Herkunftsmilieus.
Insgesamt fand ich den Roman sehr gelungen. Aufgrund der zahlreichen Frauenfiguren, die jede mit ihrer eigenen Geschichte Eingang findet, wird die Erzählung jedoch zunehmend komplex ohne einen Spannungsbogen zu entwickeln. Der Roman wird aus meiner Sicht daher vor allem historisch interessierten Menschen, die sich für authentische Frauenporträts begeistern, Freude bereiten.