Ein Roman über schwere Familienliebe, Freiheitsdrang und Flucht vor sich selbst – nah, ehrlich, mitreißend.
Wassermann“ erzählt in einer intensiven, nah an den Figuren bleibenden Gegenwartsprosa von einem jungen Autor namens Luk, der zwischen Hamburg und Barcelona auf der Suche nach einem Leben ist, das sich „richtig“ anfühlt – und daran zu scheitern droht.
Im Mittelpunkt stehen seine Beziehungen zu seiner schwerkranken Mutter im Krankenhaus und seinem psychisch erkrankten Bruder Kurt in der Psychiatrie, die eine leise, aber ständige Schuld mit sich bringen. Gleichzeitig öffnet Barcelona einen neuen Raum: Hostel-Nächte, Surfer-Träume mit David aus Portugal, ziellose Spaziergänge, Seminare in Katalanisch und die komplizierte, magnetische Anziehung zu Olive, einer politisch wachen Britin, mit der Luk im warmen Regen der Gran Via einen jener Momente erlebt, die größer sind als beide.
Stilistisch arbeitet der Autor mit klarer, dialogstarker Prosa und großer atmosphärischer Dichte: Wiederkehrende Motive wie Regen, Meer, Nachtspaziergänge, Zigaretten und Musik verknüpfen sich mit Themen wie Depression, familiärer Überforderung, politischer Identität (Katalonien, Brexit) und der digitalen Arbeitswelt, in der Luk sich mit einer selbstgebauten Schreib-KI „Maja“ die Miete verdient, während er emotional kaum vorankommt.
Die Erzählstimme ist reflektiert, oft selbstironisch, aber nie zynisch; der Autor legt die Verletzlichkeit seiner Figur offen, ohne ins Kitschige abzurutschen. Luk weiß um seine Privilegien und kann seine innere Schwere dennoch nicht einfach wegargumentieren – das macht ihn als Figur glaubwürdig und nahbar. Die Liebesgeschichte mit Olive dient weniger als klassische Romance denn als Brennglas: An ihr zeigt der Autor, wie sehr Luk zwischen dem Wunsch nach Intensität und der Angst vor Bindung schwankt.
Als Vorab-Eindruck: „Wassermann“ wirkt wie ein melancholischer Großstadt-Coming-of-Age-Roman über mentale Gesundheit, Familie und Liebe im Zeitalter von Hostels, Low-Cost-Flügen und KI-Tools – mit starker Bildsprache, viel Atmosphäre und einer sensiblen Perspektive auf Männlichkeit.
Im Mittelpunkt stehen seine Beziehungen zu seiner schwerkranken Mutter im Krankenhaus und seinem psychisch erkrankten Bruder Kurt in der Psychiatrie, die eine leise, aber ständige Schuld mit sich bringen. Gleichzeitig öffnet Barcelona einen neuen Raum: Hostel-Nächte, Surfer-Träume mit David aus Portugal, ziellose Spaziergänge, Seminare in Katalanisch und die komplizierte, magnetische Anziehung zu Olive, einer politisch wachen Britin, mit der Luk im warmen Regen der Gran Via einen jener Momente erlebt, die größer sind als beide.
Stilistisch arbeitet der Autor mit klarer, dialogstarker Prosa und großer atmosphärischer Dichte: Wiederkehrende Motive wie Regen, Meer, Nachtspaziergänge, Zigaretten und Musik verknüpfen sich mit Themen wie Depression, familiärer Überforderung, politischer Identität (Katalonien, Brexit) und der digitalen Arbeitswelt, in der Luk sich mit einer selbstgebauten Schreib-KI „Maja“ die Miete verdient, während er emotional kaum vorankommt.
Die Erzählstimme ist reflektiert, oft selbstironisch, aber nie zynisch; der Autor legt die Verletzlichkeit seiner Figur offen, ohne ins Kitschige abzurutschen. Luk weiß um seine Privilegien und kann seine innere Schwere dennoch nicht einfach wegargumentieren – das macht ihn als Figur glaubwürdig und nahbar. Die Liebesgeschichte mit Olive dient weniger als klassische Romance denn als Brennglas: An ihr zeigt der Autor, wie sehr Luk zwischen dem Wunsch nach Intensität und der Angst vor Bindung schwankt.
Als Vorab-Eindruck: „Wassermann“ wirkt wie ein melancholischer Großstadt-Coming-of-Age-Roman über mentale Gesundheit, Familie und Liebe im Zeitalter von Hostels, Low-Cost-Flügen und KI-Tools – mit starker Bildsprache, viel Atmosphäre und einer sensiblen Perspektive auf Männlichkeit.