Fliegen ohne Flügel

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Wassermann ist eine Geschichte mit vielen Seiten: Flucht (vor sich selbst), Heilung, politische Unruhen, Verlust, Coming of Age, Fürsorge und zwischendrin ein Mann der nicht mehr weiß wohin mit all den Gefühlen und den vielen Aufgaben um sich herum. Luk ist nahbar und ein Charakter mit dem sich viele junge Männer sicher identifizieren können, zumindest hoffe ich das hinsichtlich seiner deutlich gezeigten tiefen Gefühle. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Große Spannung gibt es nicht, dafür eher poetische Ausdrucksweisen im Buch. Man muss bedenken dass Lukas Hoffmann mit Wassermann seinen Debütroman veröffentlicht hat, also sind noch kleine Unstimmigkeiten für mich enthalten. Ich hätte mir weniger Erzählstränge gewünscht, da das Buch manchmal überladen an Themen wirkt. Die Geschichte an sich hätte auch länger gehen können. Alles in allem ein guter Roman der auf eine Gedankenreise einlädt.