Schwer einzuordnen

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lesetante123 Avatar

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Also ehrlich, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Das Buch hat mich echt mitgenommen, aber manchmal auch richtig genervt. Luk, die Hauptfigur, läuft irgendwie ständig vor sich selbst weg ,nicht vor irgendwas Bestimmtem, sondern eher vor dem eigenen Leben. Ich konnte oft total nachvollziehen, wie verloren er sich fühlt, aber gleichzeitig hab ich gedacht: „Komm schon, reiß dich mal zusammen!“
Es passiert nicht super viel, aber gerade das macht die Stimmung richtig intensiv. Man merkt, wie viel in seinem Kopf los ist, wie er immer hin- und hergerissen ist. Ich hab beim Lesen öfter innegehalten und überlegt, wie ich an seiner Stelle reagieren würde,und bin manchmal echt froh, dass ich das nicht durchmachen muss.
Was mir gefallen hat, war, dass das Ende nicht alles hübsch verpackt. Es geht nicht darum, dass plötzlich alles perfekt wird, sondern dass man irgendwie anfangen muss, sich selbst zu stellen. Das fand ich ehrlich gesagt richtig realistisch.
Kurz gesagt,das Buch ist keine leichte Lektüre, teilweise echt anstrengend, aber dafür sehr nah dran an echten Gedanken und Gefühlen. Ich hab’s gelesen, weil ich wissen wollte, wie Luk damit klar kommt, und irgendwie hab ich hinterher auch ein bisschen über mein eigenes Leben nachgedacht.