Umbruch, Schmerz und Suche

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sophiasofire Avatar

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Lukas Hoffmanns Debüt "Wassermann" erzählt von Luk, der nach Barcelona flieht, nachdem ihm in Deutschland alles zu viel wird. Während seine Mutter schwerkrank ist, wird Luk begleitet von Sinnkrisen, Konflikten und dem Versuch, mit alledem irgendwie klarzukommen. Als die politische Situation in Barcelona zusätzlich eskaliert, gerät sein persönliche Flucht zusätzlich ins Wanken.

Der Schreibstil zeigt sich poetisch schön, besonders gelungen empfinde ich die beschriebenen Gefühlslagen von Luk und seinen inneren Konflikt, der sich durchs gesamte Buch zieht. Für mich wirkt dieser Roman wie ein kontinuierliches Abwägen zwischen Nähe und Distanz sowie eine Reise ohne Ziel. Allgemein alle Charaktere empfinde ich als sehr gelungen, ebenso die Beziehung zwischen Luk und Olive.

Dieses Buch zu lesen hat mir wirklich gut gefallen und fühlte sich teilweise an, als sitze man selbst am Meer und denkt sich weg.

Ein wirklich berührendes und gelungenes Debüt!