„Ich habe dich mehr vermisst als die Sonne.“

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isyreads Avatar

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In Empire of blood - We who will die von Stacia Stark geht es um Arvelle. Um ihren jüngeren Bruder zu retten schließt sie einen Pakt mit einem Vampir. Die Bedingung ist es den Imperator zu töten. Einen der ältesten und mächtigsten Vampire.

Anfangs fiel es mir etwas schwer, in die Geschichte hineinzukommen. Direkt zu Beginn wird man mit vielen Informationen konfrontiert, die ich mir zunächst kaum merken konnte. Mit der Zeit wurde das jedoch deutlich besser. Ein Glossar hätte hier meiner Meinung nach trotzdem sehr geholfen.

Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und gleichzeitig bildhaft, sodass man sich gut in die Geschichte hineinversetzen kann und schnell im Geschehen ist.

Das Worldbuilding hat mich definitiv überzeugt. Die Welt ist sehr anschaulich beschrieben, und ich konnte mir alles gut vorstellen. Die Hierarchien und Strukturen waren anfangs etwas komplex, wurden im Verlauf aber verständlicher.
Besonders spannend fand ich die Kombination aus Gladiatoren-Elementen mit Vampiren und den Sigillengezeichneten. Auch wenn es hier wieder um tödliche Spiele geht, fühlt sich das Konzept erfrischend anders an als das, was man sonst aus dem Genre kennt.

Schade fand ich, dass die Herausforderungen recht kurz abgehandelt wurden. Für mich hätten die definitiv mehr Aufmerksamkeit bekommen können.
Ähnlich ging es mir mit manchen Nebencharakteren, die teilweise etwas vage geblieben sind. Zudem tauchten hin und wieder neue Namen auf, ohne dass sie vorher richtig eingeführt wurden, was es stellenweise etwas unübersichtlich gemacht hat.

Arvelle ist eine starke Protagonistin, die trotz ihrer Unsicherheiten und Traumata versucht, ihren Weg zu gehen. Das macht sie sehr greifbar und nachvollziehbar. Gegen Ende des Buches hat sie eine große Entwicklung durchgemacht, was ich sehr spannend fand mitzuerleben.

Bei den Love Interests haben wir zum einen Ti, den sie seit ihrer Kindheit kennt, und zum anderen seinen gefährlichen Bruder Rorrik. Ich vermute stark, dass sich hier ein Love Triangle entwickeln wird. 🤭
Rorrik bleibt bisher noch etwas geheimnisvoll, ist aber genau deshalb ein spannender Charakter.
Ti hingegen lernt man etwas näher kennen. Er will Arvelle ständig beschützen und vergöttert sie.

Insgesamt passiert sehr viel in diesem Buch, mit mehreren Handlungssträngen und Plot-Twists. Einige davon waren vorhersehbar, andere konnten mich überraschen.
Im letzten Drittel hatte ich kurz ein „Give me a break!“-Gefühl, weil sich die Ereignisse ziemlich überschlagen haben. 😂

Am Ende dieses Auftakts bleiben noch einige Fragen offen. Es endet zwar nicht mit einem extremen Cliffhanger, aber ich möchte definitiv wissen, wie es weitergeht.

Alles in allem ist Empire of Blood - We who will die ein sehr spannender Reihenauftakt, der einen fesselt. Trotz ein paar kleiner Dinge die für mich nicht ganz rund waren, hat mir das Buch sehr gut gefallen und bekommt daher verdiente 4,5 von 5 ⭐️.