Starke Fantasy mit brutalem Arena-Setting

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jukafo Avatar

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Mit We Who Will Die liefert Stacia Stark einen düsteren Fantasy-Auftakt voller tödlicher Kämpfe, Magie und Intrigen. Im Mittelpunkt steht Arvelle, die nach schweren Verlusten in eine brutale Welt hineingezogen wird, in der Arenakämpfe und Machtspiele über Leben und Tod entscheiden. Während sie versucht zu überleben, entdeckt sie nicht nur neue Kräfte, sondern muss sich auch ihrer Vergangenheit stellen.

Das World Building und das Magiesystem fand ich richtig interessant. Gerade die verschiedenen Fraktionen, Fähigkeiten und politischen Spannungen machen die Welt lebendig und komplex. Durch die vielen unterschiedlichen Charaktere und Namen hat es allerdings etwas gedauert, bis ich durchgestiegen bin.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, gleichzeitig aber sehr bildgewaltig. Die Orte und Kämpfe konnte ich mir unglaublich gut vorstellen, ohne dass die Beschreibungen zu langatmig wurden.

Arvelle hat mir als Protagonistin sehr gefallen. Sie hat bereits viel durchgemacht und ihre Entwicklung wirkt glaubwürdig. Besonders mochte ich, dass sie lernt, langsam mit ihrem Verlust umzugehen, sich anderen zu öffnen und dabei gleichzeitig neue Kräfte entdeckt.

Rorrik bringt mit seiner grausamen, undurchsichtigen Art ordentlich Spannung in die Handlung. Bei ihm weiß man nie so ganz, woran man ist, und genau das macht ihn interessant.

Dagegen wirkt Tiernon als klassischer Second-Chance-Love-Interest fast schon etwas blass. Er kümmert sich zwar fürsorglich um Arvelle, aber zwischen den beiden hat mir irgendwie das gewisse Etwas gefehlt.

Die Arenakämpfe sind zwar kein komplett neues Konzept, wurden hier aber extrem spannend und blutig umgesetzt. Dazu kommen einige Wendungen, die ich so nicht vorhergesehen habe.

Insgesamt hat mich nur die große Menge an Namen und Figuren manchmal etwas aus dem Lesefluss gebracht.

Fazit:
Ein spannender und blutiger Fantasy-Auftakt mit starkem World Building, interessanter Magie und einer tollen Protagonistin. Trotz kleinerer Startschwierigkeiten macht das Buch definitiv Lust auf Band 2.