Starker Auftakt mit kleinen Schwächen

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oh_carnegie Avatar

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We Who Will Die von Stacia Stark hat mich, neben der wunderschönen Ausstattung, Cover, Farbschnitt und Klappentext vor allen Dingen durch das Setting sofort neugierig gemacht, denn wir befinden uns quasi im alten Rom, jedoch mit Fantasyelementen mit Magie, Vampiren und jeder Menge Politik.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und lässt die Szenen sehr lebendig wirken. Auch inhaltlich war die Mischung aus den Kämpfen, der politischen (Vampir)Herrschaft und den slow-burn-Szenen sehr spannend umgesetzt.

Unser fmc, Arvelle, stolpert quasi in dieses ganze Geschehen hinein, um ihre Familie zu schützen, während andere Teilnehmer freiwillig teilnehmen. Hier musste ich an die Distrikte aus Panem und die Hungerspiele denken. Arvelle ist ein spannender Charakter, der aber auch deutliche Schwächen aufweist. Das macht sie auf der einen Seite sehr menschlich, denn sie ist sehr loyal und zeigt auch Gefühle, aber auf der anderen Seite handelt sie mir teils zu naiv und vertraut, besonders eigentlichen Feinden, viel zu leicht.

Die gesamte Geschichte ist für mich slow burn - erst im letzten Viertel des Buchs nimmt alles Fahrt auf und ist dann richtig spannend. Der romantische Anteil des Buchs ist vorhanden, entwickelt sich aber auch sehr langsam und steht definitiv nicht im Vordergrund, was sich aber sehr gut in das Setting/Worldbuilding einfügt.

Insgesamt ist We Who Will Die ein spannender Auftakt zu einer Fantasyreihe mit düsterer Action, viel Worldbuilding und einer sehr interessanten Grundidee und eher langsamer Charakter-/Beziehungsentwicklung. Obwohl es kleine Schwächen bei den Charakteren und auch teils im nicht ganz ausgereiften Worldbuilding gibt, würde ich das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen, besonders für diejenigen, deren Fokus weniger auf Romantasy sondern auf Fantasy liegt.