Tod dem Imperator

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fredhel Avatar

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Das Cover von "We Who Will Die" ist wirklich wunderschön gestaltet und nimmt direkten Bezug auf den packenden Inhalt. Die Geschichte um Arvelle hat mich von Anfang an mitgenommen. Es ist beeindruckend und gleichzeitig bedrückend zu sehen, wie sie aufgrund ihrer süchtigen Mutter schon früh die Verantwortung für ihre beiden Brüder übernehmen musste.
Diese verletzliche Situation nutzt ein Vampir schamlos aus und zwingt sie in einen perfiden Schuldschwur. Arvelle muss sich einen Platz in der Leibgarde des despotischen Imperators erkämpfen. Versagt sie, sterben ihre Brüder. Was folgt, ist atemlose Spannung am Stück. Mörderische Auswahlkämpfe, magische Fähigkeiten und faszinierende Artefakte. Besonders die Dynamik zwischen den beiden Söhnen des Imperators sorgt für Zündstoff. Der eine ist von Anfang an ihr erklärter Feind, der andere ein verschollener Jugendfreund, der ihr jedoch nicht so helfen kann, wie er gerne würde.
Das Buch steckt voller Aufregung, Freundschaften und Feindschaften bis aufs Blut. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Kämpfe in ihrer Brutalität teils zu ausführlich geschildert wurden; hier wäre weniger für mich mehr gewesen. Auch die Spicy-Szenen waren mir persönlich etwas zu detailliert und langatmig. Da es sich ohnehin um einen sehr dicken Wälzer handelt, merkte ich spätestens nach zwei Dritteln, wie meine Konzentration nachließ.
Das Ende ist zwar wieder sehr aufwühlend und bietet einen interessanten Ausblick auf die Fortsetzungen, aber nach diesem massiven Ritt bin ich persönlich erst einmal gesättigt. Ein starkes Buch mit tollen Ideen, das für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas zu explizit und lang war.