Vampire und Gladiatoren, was will man mehr!

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blise89 Avatar

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In "We Who Will Die" von Stacia Stark begleiten wir Arvelle, die in eine brutale Welt voller Prüfungen, Machtspiele und dunkler Geheimnisse gerät, in der es ums Überleben – und um weit mehr – geht.

Ich habe das Buch mit 4,5 Sternen bewertet und insgesamt hat es mich wirklich positiv überrascht. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt – vor allem, weil sich der Plot so frisch und anders angefühlt hat. Besonders unerwartet war für mich, wie sehr mir die Prüfungen/Kämpfe gefallen haben. Normalerweise ist das nicht unbedingt mein Lieblingsthema, aber hier waren sie so spannend und gut umgesetzt, dass ich mich jedes Mal auf die/den nächste/n gefreut habe.

Arvelle mochte ich als Protagonistin richtig gern. Sie wirkt sehr echt – sensibel, verletzlich und gleichzeitig fürsorglich, ohne dabei in diese typische „starke, schlagfertige“ Richtung zu gehen, die man so oft liest. Gerade diese weichere, emotionale Seite hat sie für mich greifbar gemacht. Auch das Liebesdreieck fand ich grundsätzlich gut gemacht, aber wirklich interessiert hat mich eigentlich nur Rorrik. Bei ihm hat man das Gefühl, dass noch viel mehr hinter ihm steckt, was ihn total spannend macht. Ti dagegen blieb für mich eher blass – ich habe nicht wirklich mit ihm mitgefiebert.

Das Tempo der Geschichte war durchgehend gut, es hat sich nie gezogen, was ich sehr angenehm fand. Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich aber, dass ziemlich viele Fragen offen bleiben. Grundsätzlich mag ich es total, wenn nicht alles sofort erklärt wird und man ein bisschen im Unklaren gelassen wird – hier war es mir aber fast schon ein bisschen zu viel. Es fühlt sich so an, als müsste im nächsten Band noch sehr viel aufgearbeitet werden. Ob man das so hinbekommt bleibt abzuwarten.

Die Nebencharaktere haben mir insgesamt auch gut gefallen, vor allem die Antagonisten, die echt für Spannung gesorgt haben. Allerdings sind nicht alle Figuren gleich gut im Gedächtnis geblieben – einige wirkten eher oberflächlich und sind bei mir etwas untergegangen.

Ein bisschen schwergetan habe ich mich außerdem mit dem Magiesystem rund um die Sigillen. Das wurde für mein Gefühl nicht ganz klar erklärt, und durch die vielen Namen und Orte wurde es stellenweise etwas unübersichtlich. Ein Glossar hätte da wirklich geholfen.

Trotz dieser Punkte hatte ich richtig viel Spaß mit dem Buch und fand es insgesamt sehr gelungen. Ich werde den nächsten Band auf jeden Fall lesen.