Verdammt guter Auftakt mit leichten Schwächen (Spoilerfrei)

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julieflamingo Avatar

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Was hat mich hier erwartet? Ein richtig gutes Fantasybuch, bei dem ausnahmsweise nicht die Romance im Vordergrund steht, sondern eine spannende, mitreißende Geschichte, wenn auch mit kleinen Schwächen im Worldbuilding.

Immer wieder musste ich an Vampire Diaries denken, gepaart mit deutlichen Gladiator-Vibes. Die Welt ist düster, brutal und von Machtkämpfen geprägt. Inmitten dessen versucht Arvelle zu überleben, um ihre Brüder zu schützen und muss selbst zur Kämpferin zu werden.

Arvelle hat mir wirklich gut gefallen. Sie ist keine typische Heldin, die plötzlich alles mühelos meistert. Stattdessen hat sie greifbare Schwächen, zeigt Mut und handelt aus nachvollziehbaren Motiven heraus.

Das einzige Manko? Das Worldbuildung hat deutliche Schwächen. Vieles wird hineingeworfen, was extrem Potenzial hat, aber nicht erklärt wird. Auch wird Arvelle selbst nur spärlich beschrieben. Der Einstieg ist etwas überfordernd, aber das kennt man ja. Vieles wurde nur angerissen, aber ich habe Hoffnung, das die Fragezeichen im Folgeband geklärt werden.

Trotzdem wurde ich immer wieder positiv überrascht. Einige Entwicklungen waren vorhersehbar, doch insgesamt hatte ich ein großartiges Leseerlebnis und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich finde es sticht heraus, denn wir hatten mal nicht wechselnde POVs und keinen unnötiger Spice.