Wenn Gladiator auf Vampire Diaries trifft
Wie schreibt man einen Bestseller? Man nehme eine Prise Gladiator, ein bisschen Vampire Diaries, einen Schuss Hunger Games und etwas ACOTAR, füge ein wenig Magie hinzu – und heraus kommt Stacia Starks „Empire of Blood – We Who Will Die“.
Der erste Band der Reihe ist wirklich ein wilder Genre- und Themenmix: ein Setting, das stark an das römische Reich erinnert, Gladiatorenähnliche Kämpfe, Vampire, magische Kreaturen sowie magisch begabte Menschen und sogenannte Mundies, also Menschen ohne Magie. Vieles wirkt auf den ersten Blick vertraut und erinnert an bekannte Tropes aus anderen Fantasyreihen. Trotzdem gelingt es Stacia Stark, daraus eine Welt zu erschaffen, die sich eigenständig anfühlt.
Während des Lesens hatte ich immer wieder das Bedürfnis, mehr über die Lore dieser Welt zu erfahren – über die Götter, die politischen Spannungen mit anderen Königreichen oder die Hintergründe des Imperiums. Leider bleibt vieles davon im ersten Band noch recht vage. Stattdessen spielt sich ein Großteil der Handlung innerhalb der Mauern des Palasts des Imperators ab. Dadurch bekommt man von der Welt außerhalb nur wenig mit. Ich hoffe sehr, dass die kommenden Bände den Horizont hier noch erweitern und uns stärker in die größere Welt eintauchen lassen.
Der Schreibstil liest sich flüssig und bildhaft, wodurch man schnell durch die Seiten kommt. Besonders mochte ich die kurzen Rückblicke in Arvelles Vergangenheit. Gleichzeitig werden allerdings viele Begriffe, Hintergründe und Regeln der Welt relativ kommentarlos eingeführt, sodass es etwas dauert, bis man sich vollständig orientiert hat. Einige Entwicklungen innerhalb der Handlung wirkten dadurch für mich nicht immer ganz nachvollziehbar – etwa warum eine gefangene Rebellin plötzlich relativ frei im Palast agieren darf oder weshalb einer der männlichen Protagonisten auf Arvelles geheimen Plan kaum reagiert. Auch beim Pacing war ich mir manchmal unsicher, wie viel Zeit innerhalb der Geschichte tatsächlich vergeht.
Arvelle selbst mochte ich als Protagonistin insgesamt gern. Sie ist stark, loyal und entschlossen, hat aber auch ihre Schwächen und Zweifel, was sie angenehm menschlich macht. Bei den beiden männlichen Hauptfiguren habe ich bereits eine Vermutung, in welche romantische Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte – und habe definitiv meinen persönlichen Favoriten. Gerade deshalb bin ich gespannt, wie sich diese Dynamik in den kommenden Bänden noch entfalten wird, zumal am Ende noch ein interessanter Fakt angedeutet wird, der für einen kleinen Cliffhanger sorgt.
Alles in allem ist „We Who Will Die“ unterhaltsame, eher leicht zugängliche Romantasy. Wenn man die düsteren und teilweise spicy Szenen ausblendet, würde ich das Buch vom Ton her fast im Young-Adult-Bereich einordnen. Die Geschichte ist nicht übermäßig tiefgründig, bietet aber genug Spannung, interessante Ansätze und romantisches Drama, um beim Lesen gut zu unterhalten.
Das Cover ist meiner Meinung nach übrigens auch sehr gelungen gestaltet. Die haptischen Details machen wirklich etwas her. Die raue, sandartige Textur im Hintergrund passt perfekt zum Arena- und Gladiatoren-Setting, während einzelne Elemente des Motivs glänzend und leicht erhaben hervorgehoben sind.
Ich vergebe 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4, weil das Buch trotz einiger Schwächen einfach Spaß gemacht hat zu lesen – und ich neugierig bin, wie sich diese Welt und ihre Figuren in den nächsten Teilen noch weiterentwickeln werden.
Der erste Band der Reihe ist wirklich ein wilder Genre- und Themenmix: ein Setting, das stark an das römische Reich erinnert, Gladiatorenähnliche Kämpfe, Vampire, magische Kreaturen sowie magisch begabte Menschen und sogenannte Mundies, also Menschen ohne Magie. Vieles wirkt auf den ersten Blick vertraut und erinnert an bekannte Tropes aus anderen Fantasyreihen. Trotzdem gelingt es Stacia Stark, daraus eine Welt zu erschaffen, die sich eigenständig anfühlt.
Während des Lesens hatte ich immer wieder das Bedürfnis, mehr über die Lore dieser Welt zu erfahren – über die Götter, die politischen Spannungen mit anderen Königreichen oder die Hintergründe des Imperiums. Leider bleibt vieles davon im ersten Band noch recht vage. Stattdessen spielt sich ein Großteil der Handlung innerhalb der Mauern des Palasts des Imperators ab. Dadurch bekommt man von der Welt außerhalb nur wenig mit. Ich hoffe sehr, dass die kommenden Bände den Horizont hier noch erweitern und uns stärker in die größere Welt eintauchen lassen.
Der Schreibstil liest sich flüssig und bildhaft, wodurch man schnell durch die Seiten kommt. Besonders mochte ich die kurzen Rückblicke in Arvelles Vergangenheit. Gleichzeitig werden allerdings viele Begriffe, Hintergründe und Regeln der Welt relativ kommentarlos eingeführt, sodass es etwas dauert, bis man sich vollständig orientiert hat. Einige Entwicklungen innerhalb der Handlung wirkten dadurch für mich nicht immer ganz nachvollziehbar – etwa warum eine gefangene Rebellin plötzlich relativ frei im Palast agieren darf oder weshalb einer der männlichen Protagonisten auf Arvelles geheimen Plan kaum reagiert. Auch beim Pacing war ich mir manchmal unsicher, wie viel Zeit innerhalb der Geschichte tatsächlich vergeht.
Arvelle selbst mochte ich als Protagonistin insgesamt gern. Sie ist stark, loyal und entschlossen, hat aber auch ihre Schwächen und Zweifel, was sie angenehm menschlich macht. Bei den beiden männlichen Hauptfiguren habe ich bereits eine Vermutung, in welche romantische Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte – und habe definitiv meinen persönlichen Favoriten. Gerade deshalb bin ich gespannt, wie sich diese Dynamik in den kommenden Bänden noch entfalten wird, zumal am Ende noch ein interessanter Fakt angedeutet wird, der für einen kleinen Cliffhanger sorgt.
Alles in allem ist „We Who Will Die“ unterhaltsame, eher leicht zugängliche Romantasy. Wenn man die düsteren und teilweise spicy Szenen ausblendet, würde ich das Buch vom Ton her fast im Young-Adult-Bereich einordnen. Die Geschichte ist nicht übermäßig tiefgründig, bietet aber genug Spannung, interessante Ansätze und romantisches Drama, um beim Lesen gut zu unterhalten.
Das Cover ist meiner Meinung nach übrigens auch sehr gelungen gestaltet. Die haptischen Details machen wirklich etwas her. Die raue, sandartige Textur im Hintergrund passt perfekt zum Arena- und Gladiatoren-Setting, während einzelne Elemente des Motivs glänzend und leicht erhaben hervorgehoben sind.
Ich vergebe 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4, weil das Buch trotz einiger Schwächen einfach Spaß gemacht hat zu lesen – und ich neugierig bin, wie sich diese Welt und ihre Figuren in den nächsten Teilen noch weiterentwickeln werden.