Düster, atmosphärisch und voller Geheimnisse

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leseliebe_sandra Avatar

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Weavingshaw hat mich erst langsam in seine Welt gezogen — und dann komplett verschlungen. Anfangs brauchte ich etwas, um in die Geschichte hineinzufinden, doch sobald die Handlung Fahrt aufgenommen hat, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Atmosphäre ist unglaublich dicht: düstere Straßen, Geister, Dämonen, Geheimnisse und eine bedrückende Stimmung, die sich durch jede Seite zieht.
Besonders begeistert haben mich das fantastische Worldbuilding und der Schreibstil. Die Welt fühlt sich lebendig, gefährlich und gleichzeitig faszinierend an. Leena als Protagonistin mochte ich sehr, vor allem ihre Entwicklung und ihre besondere Gabe, Geister sehen zu können. Doch mein Highlight war eindeutig St. Silas. Anfangs wirkte er kalt, distanziert und schwer greifbar, aber Stück für Stück zeigt sich mehr hinter seiner Fassade. Sein trockener, sarkastischer Humor hat mich irgendwann komplett für ihn eingenommen.
Die Romance steht nicht im Mittelpunkt, entwickelt sich aber als intensiver Slow Burn im Hintergrund und genau das hat für mich perfekt funktioniert. Dazu kommen politische Intrigen, moralische Grauzonen und immer neue Enthüllungen. Und dann dieses Ende… dieser Cliffhanger war einfach grausam. Ich brauche Band 2 sofort.