Düster und slow burn, was will man mehr?

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paulinemathildew Avatar

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Umso länger ich das Cover von Weavingshaw betrachte, umso klarer kommt es mir vor. Was vermutlich wirr klingt, aber für mich durchaus Sinn ergibt. Im Gegensatz zu vielem was zu Beginn des Buches passiert ist.
Ich muss ehrlich sagen, Verwirrung oder Irritation war die ersten 100-200 Seiten mein ständiger Begleiter. Ich hab die Motive von St. Silas nicht verstanden und mochte ihn dementsprechend auch überhaupt nicht. Sagen wir also sein erster Eindruck auf mich war nicht unbedingt positiv behaftet. Umso mehr ich aber gelesen habe, umso mehr Fragen kamen dazu. Wie das auf den ersten Seiten von Fantasy eben so üblich ist, vermutlich kennen wir es alle.
Irgendwann aber haben sich die Fragen dann aber begonnen zu lösen, eine nach der anderen. Jetzt, wo ich am Ende des Buches angekommen bin, sind noch immer welche offen, oder wurden gerade aufgeworfen, wer weiß das schon, aber ich muss positiv anmerken, dass einige Dinge aufgelöst wurden und man längst nicht mehr so im Dunklen tappt wie zu Beginn der Geschichte.
Leena habe ich recht schnell ins Herz geschlossen, bei allen anderen Charakteren (die man ins Herz schließen kann, da sind nämlich welche dabei, bei denen mir das im Traum nicht einfallen würde) hat es dagegen eine Weile gedauert. Was voll okay ist! Manche von ihnen haben eine beachtliche Charakterentwicklung hingelegt. Obwohl ich das fast nicht so nenne möchte, da man einfach nur Schicht für Schicht tiefer geblickt hat und die Charaktere nur besser kennengelernt hat, die man vorher nicht so recht einzuschätzen wusste.
Der Schreibstil macht es einem leicht durch die Seiten zu fliegen und mir gefällt nicht nur das gut, sondern auch die Atmosphäre des Buches sehr. Es ist düster und auch, wenn das nicht immer mein Fall ist, hat es mir hier, wenn auch mit kleinen Startschwierigkeiten, wirklich gefallen.
Spannend war es auch, besonders da man ja seine Fragen beantwortet sehen möchte, ruasfinden möchte, was man noch nicht versteht und warum das so ist.

Fazit:
Ein sehr gelungenes Debüt, welches Düster und spannend gleichermaßen ist und Slowburn vom feinsten liefert. Wenn euch ein düsteres, mysteriöses Setting gefällt, dann ist das ziemlich sicher etwas für euch!