Ein Spiel mit der Moral, aber auch um Identität

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suzu☆ Avatar

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"Weavingshaw" überrascht zunächst mit einem Cover, das auf den ersten Blick eine andere Geschichte vermuten lässt. Doch unter dem Schutzumschlag verbirgt sich eine stille, aber wunderschöne Gestaltung, die den Leser sofort in ihren Bann zieht.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und beschreibend, was es leicht macht, in die Geschichte einzutauchen. Dies ist besonders wichtig, um die komplexen Dispute und Handlungsstränge vollständig zu erfassen. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren ist fesselnd, insbesondere die Figur der Leena. Sie ist eine starke Protagonistin mit einem scharfen Verstand und einer tiefen Hingabe für ihre Familie. Ihre Motivation und Entschlossenheit machen sie zu einer Charakterin, mit der man sich leicht identifizieren kann.
Im Gegensatz dazu steht der Saint, der als moralisch ambivalent dargestellt wird. Diese Graustufen in seiner Persönlichkeit erzeugen eine ständige Spannung, die den Leser zwischen Skepsis und Zuneigung schwanken lässt.
Ein kleiner Kritikpunkt sind die ausführlichen Beschreibungen, die manchmal das Tempo der Handlung verlangsamen können. Während sie oft wichtig für das Verständnis der Welt und ihrer Charaktere sind, hätten einige Passagen meiner Meinung nach kürzer gefasst werden können.
Insgesamt hat mir der erste Band von "Weavingshaw"sehr gut gefallen. Die ruhige, aber packende Erzählweise und die vielschichtigen Charaktere machen Lust auf mehr, und ich werde die Geschichte auf jeden Fall weiterverfolgen.