Ich denke immer noch dran...

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fraufuchsliest Avatar

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Weavingshaw ist kein Buch für zwischendurch. Es ist eine Geschichte, die Aufmerksamkeit einfordert und einen langsam in ihre düstere Welt zieht. Heba Al-Wasity schreibt poetisch über Themen, die schwer im Magen liegen: Kriegsflüchtlinge, Armut und eine Gesellschaft, in der die Reichen auf den Ruinen der Armen thronen.

Besonders packend ist die Ähnlichkeit zwischen der Aristokraten und den Dämonen: Beide Seiten gieren nach Macht und gehen Handel ein, die das Schicksal von Saint Silas, aber auch von Leena in eine finstere Richtung lenken.

Leena hat mich als Charakter sofort berührt. Als Außenseiterin, die Geister sieht, kämpft sie unermüdlich für ihre Familie und lässt sich auf einen riskanten Vertrag mit Saint Silas ein.

Wer jedoch schnelle Action erwartet, ist hier falsch. Die Spannung lebt vom extremen Slow Burn. Silas bleibt rätselhaft und kühl, sodass man mühsam nach kleinsten Regungen hinter seiner Fassade suchen muss. Es knistert zwar gewaltig unter der Oberfläche, aber ich hoffe, dass die Funken im zweiten Teil endlich zu einem Inferno werden, das mich komplett erreicht.

Es ist eine melancholische Reise voller Geheimnisse, die wie ein düsteres Kunstwerk wirkt. Lisa Cardinales Stimme trägt das Ganze direkt ins Herz. Sie ist perfekt ausbalanciert und fängt jede Schwingung des langsamen Erzähltempos ein, sodass man sich der schweren Atmosphäre ganz ergeben kann.

Das Ende lässt mit einem weichen Cliffhänger Raum für die Entfaltung der Geschichte und macht mich unglaublich neugierig auf die Fortsetzung.