Eine Rezension zu Weck den Weihnachtswichtel – Nico Sternbaum

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Mit Weck den Weihnachtswichtel hat Nico Sternbaum ein interaktives Weihnachtsbuch für Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren geschaffen. Schon das Cover macht deutlich, dass hier nicht nur vorgelesen, sondern auch mitgemacht werden soll. Das Buch wird als „Weihnachts-Mitmachbuch“ angekündigt.

Im Mittelpunkt steht der kleine Weihnachtswichtel Nils. In der Vorweihnachtszeit helfen Wichtel den Menschen bei den Vorbereitungen für Weihnachten – allerdings gehört es für sie auch dazu, Streiche zu spielen und zu zaubern. Nils hat jedoch verschlafen und muss zunächst geweckt werden. Die Leser*innen werden dabei direkt angesprochen und aufgefordert, dreimal auf eine Glocke zu klopfen.

Diese direkte Einbindung ist die große Stärke des Buches. Die Kinder bleiben nicht in der Rolle der Zuhörer*innen, sondern werden zu einem Teil der Geschichte. Sie sollen auf Dinge zeigen, Geräusche machen und Nils bei seinen Tätigkeiten unterstützen. Auf Seite 6 werden sie beispielsweise aufgefordert, mit dem rechten Zeigefinger auf den Hebel eines Nussknackers zu tippen, damit Nils eine Nuss öffnen kann. Dadurch wird das Vorlesen zu einem gemeinsamen Spiel, bei dem Bewegung und Handlung miteinander verbunden werden.

Auch die Illustrationen unterstützen dieses Konzept sehr gut. Die farbenfrohen Bilder sind übersichtlich gestaltet und zeigen Nils in einer warmen, weihnachtlichen Umgebung. Besonders schön ist, dass die Illustrationen konkrete Anknüpfungspunkte für die Mitmachaktionen bieten. Auf den Seiten sind beispielsweise eine Glocke, ein Nussknacker und verschiedene weihnachtliche Gegenstände zu sehen.

Interessant ist außerdem, dass Nils ein besonderer Wichtel ist: Er kann von den Kindern gesehen werden. Dadurch entsteht eine spielerische Verbindung zwischen der fantastischen Wichtelwelt und der Lebenswelt der Kinder. Die Geschichte setzt dabei auf klassische weihnachtliche Motive wie Wichtel, Überraschungen, Geschenke und den Nussknacker.

Die Sprache ist einfach, direkt und für die Zielgruppe gut zugänglich. Kurze Sätze und die wiederholte direkte Ansprache erleichtern es kleinen Kindern, der Handlung zu folgen und sich aktiv zu beteiligen. Gleichzeitig schaffen die Mitmachaufgaben kleine Momente der Spannung und Überraschung.

Fazit: Weck den Weihnachtswichtel eignet sich besonders für Familien und pädagogische Einrichtungen, die das gemeinsame Vorlesen mit Bewegung und spielerischer Beteiligung verbinden möchten. Das Buch überzeugt weniger durch eine komplexe Geschichte als durch seine Idee, Kinder unmittelbar in das Geschehen einzubeziehen. Gerade für Zwei- bis Vierjährige bietet das interaktive Konzept einen niedrigschwelligen und unterhaltsamen Zugang zum Vorlesen und zur Weihnachtszeit. Die Leseprobe zeigt ein liebevoll gestaltetes, fantasievolles Mitmachbuch, das vor allem durch seine Kombination aus Geschichte, Illustrationen und konkreten Handlungsaufforderungen funktioniert.