Düsterer Sog mit McFadden-Vibes
Titel und Klappentext haben mich sofort angesprochen, und auch die erwähnte Parallele zu Freida McFaddens Stil macht mich neugierig. Schon der Prolog zieht einen direkt in Annas beklemmende Situation hinein: ihre Schwester Juli ist verschwunden, die Polizei stellt bohrende Fragen, und schnell wird klar, dass in der Familie etwas nicht stimmt. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr spannungsorientiert, mit kurzen Kapiteln und Perspektivwechseln, die einen ähnlichen Sog erzeugen wie bei McFadden. Anna wirkt auf mich trotz ihrer Geheimnisse sofort interessant und verletzlich, besonders in den Szenen mit ihrem kleinen Bruder Leon. Ich möchte unbedingt wissen, was Juli wirklich passiert ist und welche Rolle Anna dabei spielt.