Es regnet

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gkw Avatar

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Das Cover ist für mich etwas nichtssagend, aber der Klappentext hat mein Interesse geweckt, also habe ich mir die Leseprobe vorgenommen und die war sehr interessant.

Anna macht einen sehr sympathischen Eindruck. Sie leidet unter dem Verlust ihrer Schwester, kümmert sich um ihren kleinen Bruder, schützt ihn vor der depressiven Mutter und versucht, das zerstörte Gesamtgefüge „Familie“ am Laufen zu halten. Aber was stimmt nicht mit ihr? Warum klaut sie den Schlüssel der Westrups, als sie ihren Babysitterjob verliert? Was hat sie vor?
Zu Julis Verschwinden sagt sie: „Und jemand aus unserer Familie trägt die Schuld daran.“ Jemand – da kommen wohl nur Vater, Mutter und sie selbst in Frage. Wobei ich die Mutter gleich mal ausschließe, da diese sich wünscht, Anna wäre statt Juli verschwunden.
Was war das für ein merkwürdiges zweites Kapitel, als eine Polizistin einen Gefangenen aufsuchte, warum trug sie Handschellen?
Insgesamt weiß man noch bei weitem nicht genug, um einen wirklichen Eindruck zu bekommen, aber die Leseprobe gefiel mir gut.
Sehr berührend fand ich die Szene mit Leon:
„Manchmal tut die Wahrheit zu weh, um sie laut auszusprechen. Deshalb sagt Leon: »Es regnet«, statt: »Mama weint«.“