Nichts fühlt sich hier wirklich sicher an
Die Leseprobe von Weil sie lügt hat mich sofort hineingezogen, weil man von der ersten Seite an spürt, dass in dieser Familie etwas zerbrochen ist. Julis Verschwinden liegt wie ein Schatten über allem, und genau dieses bedrückende Gefühl wurde für mich sehr greifbar. Besonders spannend fand ich, wie schnell Misstrauen entsteht. Ständig hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass niemand die ganze Wahrheit sagt und hinter jeder Aussage noch etwas anderes steckt.
Anna wirkt dabei angenehm glaubwürdig. Sie versucht irgendwie den Alltag zusammenzuhalten, kümmert sich um ihren kleinen Bruder und trägt viel zu viel Verantwortung für ihr Alter. Gerade dadurch haben die familiären Szenen auf mich sehr echt und unangenehm nah gewirkt. Die Dynamik zwischen Trauer, Überforderung und unausgesprochenen Vorwürfen fand ich fast noch spannender als den eigentlichen Vermisstenfall.
Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und baut die Spannung eher unterschwellig auf, was ich bei Psychothrillern besonders mag. Statt sofort alles dramatisch auszuspielen, arbeitet die Geschichte mit Andeutungen, Blicken und diesem ständigen Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Genau deshalb wollte ich nach der Leseprobe unbedingt weiterlesen. Vor allem der Schluss macht neugierig darauf, was mit Juli wirklich passiert ist ... und wem man hier überhaupt noch trauen kann.
Anna wirkt dabei angenehm glaubwürdig. Sie versucht irgendwie den Alltag zusammenzuhalten, kümmert sich um ihren kleinen Bruder und trägt viel zu viel Verantwortung für ihr Alter. Gerade dadurch haben die familiären Szenen auf mich sehr echt und unangenehm nah gewirkt. Die Dynamik zwischen Trauer, Überforderung und unausgesprochenen Vorwürfen fand ich fast noch spannender als den eigentlichen Vermisstenfall.
Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und baut die Spannung eher unterschwellig auf, was ich bei Psychothrillern besonders mag. Statt sofort alles dramatisch auszuspielen, arbeitet die Geschichte mit Andeutungen, Blicken und diesem ständigen Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Genau deshalb wollte ich nach der Leseprobe unbedingt weiterlesen. Vor allem der Schluss macht neugierig darauf, was mit Juli wirklich passiert ist ... und wem man hier überhaupt noch trauen kann.