Anna, dem Täter auf der Spur

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fredhel Avatar

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Die Hauptfigur Anna hatte es in ihrem Elternhaus noch nie leicht, was vor allem an der depressiven und ausgesprochen bösartigen Mutter liegt. Richtig schlimm wird die Situation jedoch erst nach dem plötzlichen Verschwinden ihrer großen Schwester Juli. Da der Vater als Hauptverdächtiger in Untersuchungshaft sitzt, bricht die gesamte Last auf Anna herein: Sie muss sich plötzlich ganz allein um den Haushalt kümmern, das Essen auf den Tisch bringen und vor allem die Verantwortung für ihren kleinen Bruder übernehmen.

Nebenbei beginnt sie, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen, da sich die Polizei von Anfang an völlig auf den Vater eingeschossen hat. Dabei kommt sie dem wahren Täter gefährlich nahe. Die Geschichte baut eine gute Dynamik auf, und bevor man am Ende ankommt, gibt es noch einige echte 180-Grad-Twists, die die Spannung hochhalten. Die Auflösung an sich ist zwar durchaus schlüssig, allerdings hat mir persönlich überhaupt nicht gefallen, wie der Täter im Laufe der Handlung aufgebaut wurde. Das näher zu erläutern, würde an dieser Stelle aber leider zu viel verraten und das Buch spoilern.

Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört. Die beiden Sprecherinnen machen ihre Sache wirklich gut, sie passen mit ihren jugendlichen Stimmen hervorragend zu den Rollen und liefern einen sehr engagierten, emotionalen Vortrag ab. Dass es sich überhaupt um zwei verschiedene Sprecherinnen handelt, habe ich tatsächlich erst im Nachhinein gemerkt, da sich die Stimmen doch unheimlich ähnlich sind. Ein spannendes Buch, dem ich aufgrund der für mich etwas unbefriedigenden Auflösung am Ende aber einen Stern abziehe.