Atemlos!

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Atemlos!

Würde dieses eine Wort ausreichen, um eine umfassende Rezension dieses Thrillers zu schreiben, würde es auf den Punkt treffen. Es steckt alles drin in diesem einen Wort und doch ist es zu wenig, um die Spannung zwischen den Buchseiten in Worte zu fassen.

Etwas Bedrohliches umfängt die junge Protagonistin Anna, die mit dem Verschwinden ihrer Schwester Juli zu kämpfen hat. Auf ihr liegt die gesamte Last und sie stemmt es bewundernswert. Dabei hat sie nur ein Ziel vor Augen - das Verschwinden aufzuklären.

Dieser Wille hält sie bei der Stange, treibt sie gnadenlos an und bringt eine Verbissenheit hervor, die den Leser gelegentlich beängst die Seite umblättern lässt. Man selbst hat längst das Gefühl, unter dieser Last zusammenzubrechen. Und doch fiebert der Leser weiter mit, verspürt körpeliches Unbehagen, wenn er nicht sofort - gar mit dem nächsten Wort - der Klärung einen Schritt näher kommt.

Ich fühlte mich bei der Lektüre an die Spannung in Zweigs 'Schachnovelle' erinnert, wo jedes überflüssige Wort die Spannung ins Beklemmende dehnte. So auch hier, bewusst befeuert durch die Cliffhanger am Ende fast jeden Kapitels. Es war schwer, dass Buch wegzulegen.

Ein Spoiler ist so unfair wie nur irgendwas; und bei diesem Thriller ganz besonders. Deshalb gibt es keinen, aber ich möchte doch auf das Ende der Geschichte verweisen, das den Leser in einem wunderbaren Zustand zurücklässt. Wie dieses Wunderbare genau aussieht, muss der geneigte Leser selbst herausfinden.

Auf alle Fälle ist das Wunderbare auf mehrere Arten zu lesen und zu verstehen.

Nicht vergessen: Tief einatmen und loslesen!