Die Lücke, die sie hinterließ
Dieses Buch hat mich direkt gepackt. Die Kapitel sind kurz und leicht zu lesen. Sie wechseln sich ab und sind mal aus der Sicht von Anna, der Schwester der verschwundenen Juli, und mal aus Sicht von Katharina, der Ermittlerin, erzählt. So entsteht ein ausgewogenes Bild zwischen emotionaler Betroffenheit und polizeilicher Ermittlungsarbeit. Beiden Protagonistinnen kommt man hierdurch nah, und sie wirken authentisch.
Besonders interessant ist zudem, dass die Handlung erst eineinhalb Jahre nach Julis Verschwinden einsetzt. Dadurch bleibt im Dunkeln, welche Erkenntnisse die bisherigen Ermittlungen gebracht haben und welche Beweise tatsächlich gegen den Vater von Juli vorliegen. Für die Handlung spielt das allerdings auch nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist die dadurch entstandene Familiensituation für Anna, eine Situation, die einen sofort mit ihr mitfühlen lässt. Sie ist eine äußerst starke Persönlichkeit, droht aber an der Last der Verantwortung, den Verdächtigungen der Polizei und dem ungewissen Schicksal ihrer Schwester zu zerbrechen.
Auch der Titel ist perfekt gewählt. Er wirft sofort die Frage auf, wer „sie“ ist? Ständig ging mir dies beim Lesen durch den Kopf, und ich habe versucht herauszufinden, auf wen sich der Titel beziehen könnte. Ist es Anna, oder Katharina, oder jemand Drittes? Wer hat hier etwas zu verbergen? Und hat diese Lüge etwas mit dem Verschwinden von Juli zu tun?
Natürlich hebt sich die Autorin wichtige Sachverhalte bis zum Schluss auf, um uns Leser bis dahin in die Irre führen zu können. Aber der Weg zur Auflösung ist spannend und unvorhersehbar, was durch die Perspektivwechsel verstärkt wird. Der Autorin gelingt es hervorragend, mehrere Personen in ein fragwürdiges Licht zu rücken und suspekt dastehen zu lassen. Es gibt nicht die großen einschneidenden Wendungen, aber die kleinen Aspekte, die bisher geglaubtes Wissen in neues Licht rücken und an vermeintlichen Zusammenhängen zweifeln lassen. Und obwohl ich zwischenzeitlich die richtige Person in Verdacht hatte, dass sie etwas Entscheidendes verbirgt, bin ich später wieder von ihr abgewichen.
Ich bin mit dem Ende und der Auflösung zufrieden, da die ganz großen offenen Fragen aufgeklärt werden. Natürlich hätte man zeitliche Abläufe genauer beschreiben können, um es schlüssiger erscheinen zu lassen. Ich denke jedoch, dass dies zu Lasten der Spannung gegangen wäre.
Fazit: Genauso wünsche ich mir einen Thriller. Kein Blutbad, kein überzeichneter Serienkiller und trotzdem einfach fesselnd und wendungsreich. Man wird als Leser perfekt in die Irre geführt, was mit Juli passiert ist.
Besonders interessant ist zudem, dass die Handlung erst eineinhalb Jahre nach Julis Verschwinden einsetzt. Dadurch bleibt im Dunkeln, welche Erkenntnisse die bisherigen Ermittlungen gebracht haben und welche Beweise tatsächlich gegen den Vater von Juli vorliegen. Für die Handlung spielt das allerdings auch nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist die dadurch entstandene Familiensituation für Anna, eine Situation, die einen sofort mit ihr mitfühlen lässt. Sie ist eine äußerst starke Persönlichkeit, droht aber an der Last der Verantwortung, den Verdächtigungen der Polizei und dem ungewissen Schicksal ihrer Schwester zu zerbrechen.
Auch der Titel ist perfekt gewählt. Er wirft sofort die Frage auf, wer „sie“ ist? Ständig ging mir dies beim Lesen durch den Kopf, und ich habe versucht herauszufinden, auf wen sich der Titel beziehen könnte. Ist es Anna, oder Katharina, oder jemand Drittes? Wer hat hier etwas zu verbergen? Und hat diese Lüge etwas mit dem Verschwinden von Juli zu tun?
Natürlich hebt sich die Autorin wichtige Sachverhalte bis zum Schluss auf, um uns Leser bis dahin in die Irre führen zu können. Aber der Weg zur Auflösung ist spannend und unvorhersehbar, was durch die Perspektivwechsel verstärkt wird. Der Autorin gelingt es hervorragend, mehrere Personen in ein fragwürdiges Licht zu rücken und suspekt dastehen zu lassen. Es gibt nicht die großen einschneidenden Wendungen, aber die kleinen Aspekte, die bisher geglaubtes Wissen in neues Licht rücken und an vermeintlichen Zusammenhängen zweifeln lassen. Und obwohl ich zwischenzeitlich die richtige Person in Verdacht hatte, dass sie etwas Entscheidendes verbirgt, bin ich später wieder von ihr abgewichen.
Ich bin mit dem Ende und der Auflösung zufrieden, da die ganz großen offenen Fragen aufgeklärt werden. Natürlich hätte man zeitliche Abläufe genauer beschreiben können, um es schlüssiger erscheinen zu lassen. Ich denke jedoch, dass dies zu Lasten der Spannung gegangen wäre.
Fazit: Genauso wünsche ich mir einen Thriller. Kein Blutbad, kein überzeichneter Serienkiller und trotzdem einfach fesselnd und wendungsreich. Man wird als Leser perfekt in die Irre geführt, was mit Juli passiert ist.