Die verschwundene Schwester

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scouter Avatar

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Anna vermisst ihre Schwester Juli sehr, die nach einem Streit aus dem Haus gegangen ist und nicht wieder gekommen ist. Ihr Vater steht unter Verdacht sie umgebracht zu haben. Als er eines Tages ein Geständnis ablegt und scheinbar den Ort beschreibt, an dem Julu zu finden ist, bricht für Anna, die sich um ihre Mutter und ihren kleinen Bruder Leon kümmert eine Welt zusammen. Auf der anderen Seite steht Katharina, die Kommissarin, die sich jetzt des Falles annimmt, um ihr endlich aufzuklären. Als die Polizei im Keller des Hauses in dem Anna und ihre Familie lebt Knochen findet, wird es richtig mysteriös. Aber es sind nicht Julis Knochen und so geht das große Rätselraten weiter.
Der Thriller „Weil sie lügt“ von Caroline Seibt ist ein äußerst spannender, aber auch sehr verzwickter Thriller, der zwei sehr unterschiedliche Teile hat. Den ersten habe ich als sehr langatmig empfunden, obwohl er das im Nachhinein gar nicht war, Denn in diesem erste Teil wird die Geschichte nach der Suche nach Juli, dem Fund der Knochen und dem Leben, dass Anna nach dem Verschwinden ihrer Schwester lebt, beschrieben. Das ist spannend, aber auch sehr verzwickt, denn es geht alles drunter und drüber. Sie wird außerdem noch verdächtigt etwas mit dem Verschwinden ihrer Schwester zu tun zu haben. Dagegen steht die Sichtweise der Kommissarin Katharina, die davon überzeugt ist, das Anna mit dem Verschwinde nichts zu tun hat, aber in ihrem Tema auch gegen Widerstände ihres Kollegen Faber ankämpfen muss. So geht das im ersten Teil immer hin und her, denn die Autorin wählt die persönliche Sichtweise ihrer beiden Hauptpersonen. Meist im Wechsel wird ein Kapitel aus der Sicht von Anna, mal aus der Sicht von Katharina beschrieben. Das stellt sich im Laufe des Thrillers noch als genialer Kunstgriff heraus. Denn dadurch wird die Spannung im zweiten Teil mächtig angekurbelt. Den ersten Teil zu lesen, hat etwas länger gedauert bis so alle Szenarien klar waren, doch der zweite Teil ist dann wie im Flug vergangen, da hier einige überraschende Wendungen geschehen. Der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut und die bildhafte Sprache unterstützt die ganze Entwicklung noch.
Die Beurteilung dieses Buches fällt mit jetzt sehr leicht, denn nach einigen Anlaufschwierigkeiten, hat er bis zum Ende meine Neugier ganz hochgehalten. Ich finde den Thriller sehr gelungen und kann ihn nur Wärmstens empfehlen.