Familientrauma
„Weil sie lügt“ von Caroline Seibt ist ein Thriller, der im Präsens aus wechselnden Ich-Perspektiven geschrieben ist. Diese Form des Erzählens ermöglicht es, dem Leser Gedanken, Gefühle und körperliche Eindrücke der Protagonisten unvermittelt zu schildern. Ich liebe gute Bücher, die so geschrieben sind.
Beeindruckt hat mich vor allem der erste Teil des Buches. Ich mag die klare Sprache, die schlichte, beobachtende Darstellung der Familie Brunner und der Charaktereigenschaften der Familienmitglieder. Besonders wertvoll finde ich, wie es Caroline Seibt gelingt, die Stimmungsschwankungen der Mutter in Bildern von Naturphänomenen wie Gewitter, Regen, Sturm, Wolken etc. auszudrücken, und wie sie es schafft, die Situation einer Familie zu beschreiben, die mit dem spurlosen Verschwinden der ältesten Tochter zurechtkommen muss. Sie geht dabei durchaus psychologisch tief, auch hinsichtlich der Beschreibung der unterschiedlichen Milieus der Stadt.
Schade ist, dass die Autorin ab dem Zeitpunkt der Ermittlungen von dieser Schreibweise abrückt und dann sehr pathetisch und erklärend schreibt. Dadurch nimmt sie meines Erachtens dem Leser die Möglichkeit, die Geschichte aktiv mitzuerleben. Alles wird ausformuliert. Die Spannung geht dadurch verloren.
Inhaltlich geht es darum, wie eine Familie damit umgeht, dass die älteste Tochter vor zwei Jahren spurlos verschwunden ist. Darum, wie die Nachbarschaft darauf reagiert, dass die Familie selbst unter Verdacht gerät. Und natürlich um die Ermittlung und die Auflösung des Falls.
Beeindruckt hat mich vor allem der erste Teil des Buches. Ich mag die klare Sprache, die schlichte, beobachtende Darstellung der Familie Brunner und der Charaktereigenschaften der Familienmitglieder. Besonders wertvoll finde ich, wie es Caroline Seibt gelingt, die Stimmungsschwankungen der Mutter in Bildern von Naturphänomenen wie Gewitter, Regen, Sturm, Wolken etc. auszudrücken, und wie sie es schafft, die Situation einer Familie zu beschreiben, die mit dem spurlosen Verschwinden der ältesten Tochter zurechtkommen muss. Sie geht dabei durchaus psychologisch tief, auch hinsichtlich der Beschreibung der unterschiedlichen Milieus der Stadt.
Schade ist, dass die Autorin ab dem Zeitpunkt der Ermittlungen von dieser Schreibweise abrückt und dann sehr pathetisch und erklärend schreibt. Dadurch nimmt sie meines Erachtens dem Leser die Möglichkeit, die Geschichte aktiv mitzuerleben. Alles wird ausformuliert. Die Spannung geht dadurch verloren.
Inhaltlich geht es darum, wie eine Familie damit umgeht, dass die älteste Tochter vor zwei Jahren spurlos verschwunden ist. Darum, wie die Nachbarschaft darauf reagiert, dass die Familie selbst unter Verdacht gerät. Und natürlich um die Ermittlung und die Auflösung des Falls.