Gutes tun heißt nicht, Schuld zu verlieren

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vanessa_91 Avatar

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Meine Meinung

Ich liebe spannende Bücher und war neugierig auf "Weil sie lügt". Das Buch hat mich vor allem durch seine ruhige, aber stetig wachsende Spannung gepackt. Im Fokus steht nicht nur Ermittlungsarbeit, sondern auch die die emotionale Belastung, die das Verschwinden von Juli in der Familie auslöst. Besonders Anna (ihre Schwester), die zwischen Angst, Loyalität und innerer Zerrissenheit steht, trägt die Handlung durch ihren Mut und ihre Echtheit. Anna mochte ich von Beginn an. Sie ist taff, mutig und gibt nicht auf. Ist die große Schwester, die um die Wahrheit kämpft (auch für ihren Vater, der im Gefängnis sitzt - unschuldig?) und für ihren Bruder da ist.

Die wechselnden Sichtweisen zwischen Anna und der Ermittlerin Katharina haben für mich einen großen Reiz des Buches ausgemacht. Ich mochte, wie sich die Wahrheit ständig verschoben hat und wie jeder Hinweis mich dazu gebracht hat, meine Vermutungen neu zu sortieren.Man fiebert so selbst mit. Die Kapitel sind kurz und enden oft an Stellen, die mich sofort weiterblättern ließen.

Atmosphärisch wirkt die Geschichte für mich dicht und leicht bedrückend, genau passend zur Handlung. Die familiäre Enge, die unausgesprochenen Konflikte und die Frage, wem man wirklich trauen kann, haben mich bis zum Schluss begleitet. Die Auflösung hat mich überrascht, aber ich fand sie stimmig und passend zur gesamten Stimmung des Buches.


Über die Autorin

Caroline Seibt wurde 1993 in Korbach geboren. Sie ist die preisgekrönte Autorin von »Das gestohlene Kind«. Der Roman wurde mit den Glauserpreis für das beste Debüt ausgezeichnet. Sie versteht es meisterlich, Spannung aufzubauen, die sich fast bis ins Unerträgliche steigert. Wer die Thriller von Freida McFadden, Vera Buck oder Melanie Raabe liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. (Quelle Droemer Knaur)