Hätte wirklich gut sein können
Seit über einem Jahr ist Juliane Brunner spurlos verschwunden, die Polizei hat schließlich ihren Vater in Untersuchungshaft genommen, ohne aber wirklich etwas gegen ihn in der Hand zu haben. Jetzt meldet sich ein Mithäftling und behauptet, Stefan Brunner hätte ihm gegenüber die Tat gestanden.
Anna Brunner, Julianes jüngere Schwester, hat nie geglaubt, dass ihr Vater etwas mit Julianes Verschwinden zu tun hat, sie stellt selbst Theorien auf und ermittelt auf eigene Faust. Ohne den Vater ist die Familie in finanzielle Schwierigkeiten geraten, die psychisch kranke Mutter wird zunehmend instabiler, Leon, das Nesthäkchen der Familie leidet und Anna versucht so gut es geht alles zusammenzuhalten.
Erzählt wird der Thriller aus zwei Perspektiven in Ich-Form. Eine davon ist Anna Brunner, die andere Katharina Engels, die die Ermittlungen leitet. Sie fühlt sich dabei nicht ganz wohl, denn zunächst war ihr Kollege Mark Faber der Ermittlungsleiter, der nun in ihrem Team ist. Über Katharina erfährt man mehr über die Ermittlungen und deren Ergebnisse, während man Anna im familiären Bereich begleitet, aber auch an ihren Überlegungen und Handlungen teilhat, die dem Auffinden ihrer Schwester und des Schuldigen an ihrem Verschwinden dienen sollen. Der Polizei gegenüber ist sie stark misstrauisch.
Nach und nach erfährt man was vorher passiert ist, dabei gibt es auch Überraschungen. Aber auch die aktuellen Ermittlungen enthüllen Unerwartetes. Die Auflösung kommt für mich dann doch etwas zu abrupt und wirkt auf mich ein wenig zu sehr wie aus dem Hut gezaubert. Das hätte ich mir anders gewünscht, aber auch schon vorher fand ich nicht alles eindeutig und gänzlich nachvollziehbar. Das hat mir am Ende den bis dahin als sehr spannend empfundenen Roman doch noch ein Stück weit verleidet.
Katharina und Anna waren für mich beide keine wirklichen Sympathieträger. Natürlich konnte ich mir Anna mitfühlen, sie hat es wahrlich nicht leicht. Ihr Leben war schon vor dem Verschwinden der Schwester schwierig durch die Mutter mit ihren „Gewittern“ im Kopf, wie es hier beschrieben wird. Wie sich das auswirken kann, erfährt man in einer Szene mit dem kleinen Bruder. Da Anna aber schon länger kein Kind mehr ist, habe ich mich schon gefragt, warum sie, oder in früheren Zeiten ihr Vater oder ihre Schwester, keine zweckmäßigen Maßnahmen dagegen in die Weg leiteten.
„Weil sie lügt“ ist in weiten Teilen ein spannender Thriller, der stellenweise fast Pageturnerqualität hat. Leider konnte mich vor allem die Auflösung nicht überzeugen, was mir den Roman dann doch ein Stück weit verleidet hat. Gerade in diesem Genre ist ein überzeugendes Ende wichtig, so dass ich nicht mehr als 3 Sterne vergeben möchte.
Anna Brunner, Julianes jüngere Schwester, hat nie geglaubt, dass ihr Vater etwas mit Julianes Verschwinden zu tun hat, sie stellt selbst Theorien auf und ermittelt auf eigene Faust. Ohne den Vater ist die Familie in finanzielle Schwierigkeiten geraten, die psychisch kranke Mutter wird zunehmend instabiler, Leon, das Nesthäkchen der Familie leidet und Anna versucht so gut es geht alles zusammenzuhalten.
Erzählt wird der Thriller aus zwei Perspektiven in Ich-Form. Eine davon ist Anna Brunner, die andere Katharina Engels, die die Ermittlungen leitet. Sie fühlt sich dabei nicht ganz wohl, denn zunächst war ihr Kollege Mark Faber der Ermittlungsleiter, der nun in ihrem Team ist. Über Katharina erfährt man mehr über die Ermittlungen und deren Ergebnisse, während man Anna im familiären Bereich begleitet, aber auch an ihren Überlegungen und Handlungen teilhat, die dem Auffinden ihrer Schwester und des Schuldigen an ihrem Verschwinden dienen sollen. Der Polizei gegenüber ist sie stark misstrauisch.
Nach und nach erfährt man was vorher passiert ist, dabei gibt es auch Überraschungen. Aber auch die aktuellen Ermittlungen enthüllen Unerwartetes. Die Auflösung kommt für mich dann doch etwas zu abrupt und wirkt auf mich ein wenig zu sehr wie aus dem Hut gezaubert. Das hätte ich mir anders gewünscht, aber auch schon vorher fand ich nicht alles eindeutig und gänzlich nachvollziehbar. Das hat mir am Ende den bis dahin als sehr spannend empfundenen Roman doch noch ein Stück weit verleidet.
Katharina und Anna waren für mich beide keine wirklichen Sympathieträger. Natürlich konnte ich mir Anna mitfühlen, sie hat es wahrlich nicht leicht. Ihr Leben war schon vor dem Verschwinden der Schwester schwierig durch die Mutter mit ihren „Gewittern“ im Kopf, wie es hier beschrieben wird. Wie sich das auswirken kann, erfährt man in einer Szene mit dem kleinen Bruder. Da Anna aber schon länger kein Kind mehr ist, habe ich mich schon gefragt, warum sie, oder in früheren Zeiten ihr Vater oder ihre Schwester, keine zweckmäßigen Maßnahmen dagegen in die Weg leiteten.
„Weil sie lügt“ ist in weiten Teilen ein spannender Thriller, der stellenweise fast Pageturnerqualität hat. Leider konnte mich vor allem die Auflösung nicht überzeugen, was mir den Roman dann doch ein Stück weit verleidet hat. Gerade in diesem Genre ist ein überzeugendes Ende wichtig, so dass ich nicht mehr als 3 Sterne vergeben möchte.